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BDI hebt Erwartungen für Exportwachstum auf acht Prozent an

"Der deutsche Exportmotor ist wieder angesprungen."

21.06.2010

„Jetzt appelliert die Wirtschaft für ein entschlossenes Vorgehen der G8- und G20-Staaten für die Regulierung der Finanzmärkte und gegen Wettbewerbsverzerrungen bei ihrem bevorstehenden Treffen in Kanada.“ Dies sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf bei der Vorstellung des neuen BDI-Außenwirtschafts-Reports.

In den jüngsten drei Quartalen legten die Exporte im Vergleich zum jeweiligen Vorquartal im Schnitt um 4,5 Prozent zu. Trotz der Steigerung lagen die Exporte im ersten Quartal aber immer noch um zwölf Prozent unter dem Vorkrisenniveau. „Die internationale Nachfrage nach ‚Made in Germany’ kann Deutschland aus der Krise ziehen. Insbesondere die Erwartungen der Chemie- und Elektroindustrie sind weiter positiv“, sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer.

„Die Risiken für den Welthandel mehren sich. Deshalb erwartet der BDI von den G8- und G20-Staaten schnelle Fortschritte bei der Regulierung der Finanzmärkte und mehr Engagement gegen Handelsbeschränkungen und Wettbewerbsverzerrungen“, sagte Schnappauf. Statt Handelshemmnisse abzubauen, seien zwischen November und April unter den G20-Ländern 73 neue Handelsbeschränkungen erhoben wurden, während nur 18 abgebaut wurden oder ausgelaufen sind. „Das ist ein alarmierender Trend“, betonte Schnappauf.

Auch bei Rohstoffen wurden neue wettbewerbsverzerrende Maßnahmen eingeführt. Schnappauf:„Der G20-Prozess ist der geeignete Rahmen, um die Möglichkeiten einer weltweit gleichgerichteten Fusionskontrolle auszuloten. Hier sind sowohl die wichtigsten Rohstoffimporteure als auch die Rohstofflieferländer vertreten.“

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