Public Private Partnerships (PPP)

develoPPP.de: Partner für die Wirtschaft

Auslandsmärkte erschließen mit Public Private Partnerships

Was ist develoPPP.de?

Große Herausforderungen sind am besten gemeinsam zu bewältigen. Deshalb hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit develoPPP.de ein Programm geschaffen, das speziell die Kooperation zwischen Wirtschaft und Entwicklungspolitik unterstützt.

Im Programm develoPPP.de steht PPP für "Public Private Partnerships". So werden Entwicklungspartnerschaften bezeichnet, in denen Unternehmen und entwicklungspolitische Organisationen Projekte gemeinsam planen, finanzieren und umsetzen.

Entwicklungspartnerschaften kombinieren die Innovationskraft der Wirtschaft mit den Ressourcen, dem Wissen und den Erfahrungen der Entwicklungspolitik. Davon profitieren die beteiligten Firmen und die Menschen in den Partnerländern des BMZ gleichermaßen: Unternehmer reduzieren ihr Marktrisiko an neuen Standorten in Entwicklungsländern. Sie demonstrieren überzeugend ihre unternehmerische Verantwortung (Corporate Social Responsibility – CSR) und schaffen vor Ort Vertrauen, ohne das kein langfristiger Geschäftserfolg möglich ist.

Die deutsche Entwicklungspolitik ihrerseits mobilisiert über develoPPP.de zusätzliches Kapital und Know-how – und kann so effektiver dazu beitragen, dass sich die Lebensbedingungen in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern verbessern.

Öffentliche Partner

Das Programm develoPPP.de wird vom BMZ finanziert und von drei Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit durchgeführt: der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG), der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der SEQUA gGmbH.

Die Durchführungsorganisationen haben seit dem Programmstart 1999 bereits zahlreiche Entwicklungspartnerschaften umgesetzt und sind kompetente Ansprechpartner für die Wirtschaft. Sie verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in den Partnerländern, beraten interessierte Unternehmen und unterstützen im Prozessmanagement. Sie beteiligen sich finanziell und personell an den Projekten und begleiten Unternehmen bei deren Planung und Umsetzung. Sie vermitteln Kontakte vor Ort und schließen Verträge, in denen Ziele und Zeitpläne, öffentliche und private Beiträge, Begleitmaßnahmen und Erfolgskontrollen verbindlich festgelegt werden.

Informationen zu den Leistungen und inhaltlichen Schwerpunkten im Einzelnen finden Sie auf den Internetseiten der Durchführungsorganisationen.

Kontakt

Deutsche Gesell­schaft für Inter­natio­nale Zusammen­arbeit (GIZ) GmbH

‎(06196) 79 - 73 77

‎(06196) 79 - 73 78

Website

Kontakt

DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungs­gesellschaft mbH

‎(0221) 49 86 - 14 76

‎(0221) 49 86 - 14 72

Website

Kontakt

sequa gGmbH

‎(0228) 98 238 - 12

‎(0228) 98 238 - 19

Website

Teilnahme an Entwicklungspartnerschaften

DeveloPPP.de-Ideenwettbewerbe

Interessierte Unternehmen sind mehrmals im Jahr von DEG, GIZ und sequa zur Teilnahme an Ideenwettbewerben aufgerufen. Überzeugende Projektvorschläge können mit bis zu 193.000 Euro (Stand 2011) kofinanziert werden. Die Wettbewerbe setzen branchenpezifische Themenschwerpunkte, die wichtige entwicklungspolitische Probleme behandeln. Darüber hinaus ist die Wirtschaft aufgefordert, in themenunabhängigen Innovationswettbewerben eigene Impulse zu geben.

Außerhalb der Ideenwettbewerbe können Partnerfirmen strategische Allianzen eingehen. Strategische Allianzen sind besonders wegweisende Entwicklungspartnerschaften, die mehrere Partner, Länder und bedeutende Investitionen umfassen. Sie streben strukturelle Verbesserungen in den Partnerländern an, die weit über das Umfeld eines Einzelunternehmens hinausgehen.

Ideenwettbewerbe werden jeweils auf der Internetplattform develoPPP.de veröffentlicht. Auch die Durchführungsorganisationen selbst informieren über die aktuellen Wettbewerbe, ebenso wie iXPOS in seinen aktuellen Meldungen.

Nach Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs können Unternehmen nach einem bestimmten Muster Projektskizzen einreichen, die von den Durchführungsorganisationen auf ihre Eignung überprüft werden.

Nach positiver Prüfung erarbeiten Unternehmen und Durchführungsorganisation im nächsten Schritt gemeinsam auf Grundlage der Kurzbeschreibung ein ausführliches Projektkonzept inklusive einer Kostenkalkulation. Anschließend wird ein Vertrag zwischen Durchführer und Unternehmen geschlossen und mit der Implementierung der Entwicklungspartnerschaft begonnen.

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Kriterien und Voraussetzungen

Damit eine Entwicklungspartnerschaft umgesetzt werden kann, müssen verschieden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Jede Entwicklungspartnerschaft muss mit den entwicklungspolitischen Zielvorgaben der Bundesregierung vereinbar sein.
  • Die öffentlichen und privaten Beiträge müssen sich so ergänzen, dass beide Partner durch die Kooperation ihre Ziele kostengünstiger, wirksamer und schneller erreichen (Komplementarität).
  • Ein öffentlicher Entwicklungspartnerschafts-Beitrag wird nur geleistet, wenn der private Partner die Entwicklungspartnerschaft ohne den öffentlichen Partner nicht durchführen würde und die Maßnahme nicht gesetzlich erforderlich ist (Subsidiarität).
  • Die Wettbewerbsneutralität muss gewährleistet sein. Die Kooperation mit DEG, GIZ und Sequa steht allen Unternehmen offen und wird transparent kommuniziert.
  • Das Unternehmen muss einen wesentlichen finanziellen und/oder personellen Beitrag zur Entwicklungspartnerschaft leisten (Eigenbeitrag der Wirtschaft: mindestens 50 Prozent der Gesamtkosten).

Darüber hinaus müssen als Grundvoraussetzung die wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens die Finanzierbarkeit des Vorhabens gewährleisten und seine Nachhaltigkeit sicherstellen. Das Unternehmen übernimmt die Verantwortung für die Realisierung des Vorhabens in finanzieller, personeller und inhaltlicher Hinsicht. Das Projekt muss innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein und wird danach vom Unternehmen eigenständig weitergeführt.

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