Exportfinanzierung

Finanzierung von Exportgeschäften

Euromünzen und -scheine | © Fotolia

Quelle: Euromünzen und -scheine | © Fotolia

Bestellerkredite

Bestellerkredite sind die mit Abstand wichtigste Form der Exportfinanzierung. Hierbei räumt die finanzierende Bank dem ausländischen Käufer (Besteller) oder dessen Hausbank einen Kredit ein, der direkt an den Exporteur durchgeleitet wird.

Das Auslandsgeschäft wird damit für den Exporteur quasi zum Barzahlungsgeschäft; seine Bilanz wird nicht mit langfristigen Exportforderungen und Refinanzierungsverpflichtungen belastet.

Bestellerkredite sind immer an Lieferungen und Leistungen inländischer Exporteure gebunden und werden deshalb auch "gebundene Finanzkredite" genannt. In der Regel werden sie unter Deckung einer staatlichen Kreditversicherung vergeben.

Die wichtigsten Finanzierungsinstitutionen für die Vergabe von Bestellerkrediten sind neben den Hausbanken die Ausfuhrkreditgesellschaft (AKA) sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Eine besondere Form der Bestellerkredite sind sogenannte "CIRR-Kredite". CIRR steht für "Commercial Interest Reference Rate". Hierbei handelt es sich um einen Referenzzinssatz der OECD für staatlich geförderte Exporte in Entwicklungsländer. CIRR-Kredite können in Deutschland von der AKA und der KfW vergeben werden.

Ausführliche Informationen zu Besteller- und CIRR-Krediten halten die AKA und die KfW in ihren Internetangeboten bereit.

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