Handwerk und Auslandsgeschäft

Handwerk

Nahaufnahme Hände mit Hobel und Holz | © iStockPhoto

Quelle: Nahaufnahme Hände mit Hobel und Holz | © iStockPhoto

Besondere Herausforderungen für Handwerker

Bei ihrem Gang ins Ausland treffen Handwerksbetriebe auf besondere Herausforderungen. Bedingt durch ihre zumeist kleine Betriebsgröße – im Durchschnitt beschäftigt ein deutscher Handwerksbetrieb 6 Mitarbeiter – ist das Erschließen ausländischer Märkte für sie oft schwieriger. Da die meisten Handwerker Dienstleistungen verkaufen, brauchen sie andere Informationen als produzierende Betriebe.

Begrenzte personelle Ressourcen und Fragen der Finanzierung und Absicherung ihrer Auslandsgeschäfte stellen große Hürden für Handwerksbetriebe dar. Weitere Hemmnisse sind die Entfernung zum ausländischen Markt, das Fehlen eines Geschäftspartners, die Sprache, rechtliche Probleme, Bürokratie und Informationsdefizite, um nur einige zu nennen.

Ein weiteres Problem: Handwerksunternehmer sind in der Regel zwar hervorragende Techniker, haben aber häufig Defizite im betriebswirtschaftlichen Bereich. Hinzu kommt ein typisch mittelständischer Problemfaktor: Selbst größere Handwerksbetriebe verfügen in aller Regel nicht über eine eigene Exportabteilung, vielfach nicht einmal über einen speziell ausgebildeten Exportsachbearbeiter. Das Exportgeschäft ist meist Chefsache, bestenfalls wird der Handwerksmeister hierzu von seinem Junior oder einem leitenden Angestellten unterstützt, die vielleicht die notwendigen Voraussetzungen und das erforderliche Engagement besitzen.

Daher kooperieren einige Handwerksunternehmer mit einem inländischen Geschäftspartner, meist einem größeren Industrieunternehmen, das bereits mit Erfolg im Ausland tätig ist. So können sie von der Markterfahrung des Partners profitieren und brauchen nicht unbedingt eigenes länderspezifisches Know-how. Eine Strategie, die Kosten und Risiken senkt.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Möglichkeiten, an Auslandsaufträge zu gelangen. Das haben nicht nur die Handwerksbetriebe erkannt - immerhin legten die Handwerksexporte inden letzten 10 Jahren um 70 Prozent zu. Auch die Kammern und andere Organisationen haben ihr Beratungsangebot der Internationalisierung angepasst und bieten jede Menge Unterstützung im Auslandsgeschäft.

Da die meisten Handwerker Dienstleistungen verkaufen, sehen sie sich anderen Herausforderungen gegenüber als produzierende Betriebe. Auf der Seite von iXPOS lohnt sich deshalb ein Blick auf die Seite "Dienstleistungen exportieren", in der weitere allgemeine Informationen speziell für Dienstleister zu finden sind.

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