Finanzierung und Absicherung

Finanzierung und Absicherung von Auslandsinvestitionen

Grundlagen

Nach einer soliden strategischen Unternehmensplanung im Mutterhaus und gegebenenfalls der Partnerwahl folgt der wichtige Bereich der Finanzierung. Jede Finanzierung muss maßgeschneidert sein. Deshalb ist die Frage des Verhältnisses von Eigenmitteln zu Fremdmitteln in jedem Fall nach den individuellen Gegebenheiten zu entscheiden. Hierbei muss bei Joint Ventures vor allem die Finanzkraft des lokalen Partners geprüft werden. Auch die zulässige Höhe ausländischer Beteiligungen sowie nationale Transferbestimmungen für Gewinne, Zinsen und Repatriierung von Kapital oder Darlehen können die Finanzstruktur beeinflussen. Zunächst ist das Investitionsvolumen sorgfältig zu ermitteln. Hierzu zählen:

  • die sachliche und zeitliche Darstellung des Investitionsprogramms
  • Anlagenbeschaffung (Lieferungen/Leistungen der Partner, Ausschreibungen, Gebrauchtmaschinen)
  • Umlaufvermögen
  • Grundstücke/Gebäude (Kauf/Miete)
  • Sacheinlagen

Gegebenenfalls sind Gutachten unabhängiger Dritter zu erstellen, beispielsweise wenn es um die Bewertung von Gebrauchtmaschinen oder lokalen Grundstücken geht. Grundsätzlich sollte berücksichtigt werden, dass der Finanzierungsbedarf das ursprüngliche Plansoll oft übersteigt.

Dies gilt sowohl für das Anlage- als auch für das Umlaufvermögen. Es gilt also, eine ausreichende Reserve für Unvorhergesehenes einzukalkulieren, die nach den Erfahrungen der DEG ca. 10 bis 20 Prozent des ermittelten Finanzierungsbedarfs umfassen sollte.

Eine solide Finanzierung, d. h. eine ausreichende Ausstattung mit Eigenkapi- Privatwirtschaft – Motor der Entwicklung , ist bei Auslandsinvestitionen in Entwicklungsländern unabdingbar. Erfahrungen zeigen, dass eine Eigenkapitalquote von ca. einem Drittel in den meisten Fällen angemessen ist. 

Darüber hinaus sind Besonderheiten bei der Fremdfinanzierung, bei einer Firmenbeteiligung und bei der Projektfinanzierung zu beachten. Weitere Informationen dazu bietet die Broschüre „Auslandsdirektinvestitionen in Entwicklungs- und Reformländern“ der deg, die neben Informationen rund um das Thema Finanzierung auch einige Best-Practice-Beispiele enthält.

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