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22.03.2012

Elektro-Exporte weiter auf Expansionskurs

USA ist größter Abnehmer deutscher Elektroausfuhren

Die deutsche Elektroindustrie bleibt mit ihren Exporten weiter auf Expansionskurs.

Im Januar 2012 hat die 840.000 Beschäftigte zählende Branche Produkte und Systeme im Gesamtwert von 11,9 Mrd. Euro ausgeführt und damit fünf Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat. „Dieses Volumen ist der zweithöchste, jemals in einem Januar erzielte Exportwert“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Im gesamten vergangenen Jahr hatten die Elektroausfuhren mit einem Zuwachs von fünf Prozent auf 155 Mrd. Euro ein neues Allzeithoch erreicht.
Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland sind im ersten Monat des Jahres 2012 mit 10,4 Mrd. Euro auf ihrem Vorjahresniveau geblieben. Bei den Einfuhren war im gesamten Jahr 2011 mit 134 Mrd. Euro ebenfalls eine neue Rekordmarke aufgestellt worden.

Die deutsche Elektroindustrie hat 2011 mit 104 Mrd. Euro zwei Drittel ihrer Exporte in den Industrieländern abgesetzt, zwei Prozent mehr als im Jahr davor. 2000 gingen noch mehr als vier Fünftel der gesamten Elektroausfuhren in die etablierten Volkswirtschaften. „Im Januar 2012 haben sich die deutschen Elektroexporte in die Industrieländer um vier Prozent gegenüber Vorjahr auf 8,1 Mrd. Euro erhöht", sagte Dr. Gontermann. Während die Ausfuhren in die Eurozone (plus zwei Prozent gegenüber Vorjahr) und nach Großbritannien (ebenfalls plus zwei Prozent) im Januar nur leicht zugelegt haben, sind die Elektroexporte nach Japan (plus 18 Prozent) und in die USA (plus acht Prozent) wesentlich kräftiger gestiegen. „Damit bauen die USA ihre derzeitige Position als größter Abnehmer deutscher Elektroausfuhren weiter aus“, so Dr. Gontermann.

Der Anteil der Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie in die Schwellenländer hat sich zwischen 2000 und 2011 von 18 auf 33 Prozent fast verdoppelt. Hierzu hat auch das überdurchschnittliche Wachstum der Exporte in diese Länder von elf Prozent auf 51 Mrd. Euro im vergangenen Jahr weiter beigetragen. Im Januar 2012 haben die Elektroexporte in die aufstrebenden Länder um acht Prozent höher gelegen als vor einem Jahr und dabei ein Volumen von 3,8 Mrd. Euro erreicht. Die Ausfuhren in die BRICS-Länder haben im Januar zwar nur um vier Prozent gegenüber Vorjahr zugeleget und damit weniger stark als die Schwellenländer-Exporte insgesamt. Dies geht aber auch auf die einwöchigen Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest zurück, die in diesem Jahr bereits auf den Januar fielen und einen Rückgang der deutschen Elektroexporte nach China um elf Prozent brachten.

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