Meldungen

13.04.2012

Moderne Agrartechnik für Kasachstan

VDMA unterstützt führende Fachmesse in Astana

Kasachische Landwirte setzen verstärkt auf den technologischen Fortschritt in der Agrartechnik. Maschinen aus westlicher Fertigung spielen dabei die entscheidende Rolle.

„Und das nicht ohne Grund“, so VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer. Schließlich besitze das Land „ungeahnte Ertragspotentiale, die nur mithilfe effizienter Traktoren und Landmaschinen realisierbar sind“, sagte Scherer im Rahmen der hochkarätig besetzten Vorpressekonferenz zur Fachmesse KazAGRO/KazFarm am Dienstag in Astana.

Ganz im Zeichen innovativer Landmaschinen und Traktoren

Im Herbst steht die kasachische Hauptstadt ganz im Zeichen innovativer Agrartechnik. Vom 24. bis 26. Oktober 2012 werden mehr als 200 internationale Landtechnikhersteller neueste Technologien für Ackerbau und Viehhaltung präsentieren. Namhafte europäische und deutsche Hersteller haben ihre Präsenz bereits zugesagt. Begleitet von einem attraktiven Rahmenprogramm, lockt die Messe mit Innovation und Expertise auf über 14.000 Quadratmetern. „Mit dieser Leistungsschau möchten wir als europäische Landtechnikindustrie aktiv zur weiteren Entwicklung der kasachsichen Landwirtschaft beitragen“, betonte Scherer.

Intensivierung der Produktion als Schlüssel zum Erfolg

Gerade vor dem Hintergrund der anspruchsvollen klimatischen Rahmenbedingungen sei eine Intensivierung der Agrarproduktion im größten Binnenstaat der Erde unerlässlich „für eine erfolgreiche Zukunft – weit über die Landesgrenzen hinaus“. „Denn schlagkräftige Mähdrescher, zentimetergenaue Düngung und automatisierte Abläufe im Kuhstall bilden die Basis für gute Rohstoffqualitäten, einträgliche Erzeugerpreise und ein nachhaltiges Betriebswachstum“, sagte Scherer. Nur auf diese Weise sei das dringend benötigte Rentabilitätswachstum überhaupt realisierbar.

Wider den Protektionismus – für marktwirtschaftliche Strukturen

Bedenklich seien daher die anhaltenden protektionistischen Maßnahmen der kasachischen Regierung, die sich maßgeblich in hohen Einfuhrzöllen niederschlagen. „Hier muss endlich ein gründliches Umdenken stattfinden. Marktzutrittsbarrieren bewirken nämlich seit jeher Bürokratieaufbau statt Effizienz. Darunter leidet niemand mehr als der Landwirt vor Ort“, so Scherer.

Ebenso problematisch erweisen sich fehlende Finanzierungsmöglichkeiten für beabsichtigte Maschineninvestitionen. „Vor dem Hintergrund drastischer Modernisierungsbedarfe in der Landwirtschaft Kasachstans wäre es ein fatales Signal, würde man sich mit dem Status quo begnügen.“ Während die Investitionen im Agrarsektor der Russischen Föderation und der Ukraine bereits das Vorkrisenniveau erreicht hätten, habe sich das Investitionsvolumen in Kasachstan 2011 gerade bei einem Fünftel des Jahres 2008 bewegt. „Von einer schnellen Erholung des Marktes und einem problemlosen Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten hängt deshalb das weitere Engagement der VDMA-Mitgliedsfirmen ab – und dabei geht es auch um Investitionen in Produktionsstätten vor Ort“, sagte Scherer mit Nachdruck.

In diesem Jahr findet die Fachausstellung KazAGRO/KazFarm bereits zum dritten Mal statt. Unterstützt vom kasachischen Landwirtschaftsministerium, dem VDMA Landtechnik sowie weiteren internationalen Branchenorganisationen, hat sich die Messe binnen weniger Jahre zu einem strategisch bedeutsamen Branchentreffpunkt der internationalen Agrartechnikhersteller entwickelt.

Weitere Veranstaltungen

Mehr

Weitere Informationen

Kontakt

Christoph Goetz

VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Website