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23.07.2012

Weltmaschinen­umsatz erreicht 2011 neues Rekordniveau

Umsatz wächst weltweit um 40 Prozent seit 2009

(VDMA) - Nach ersten Schätzungen der VDMA-Volkswirte stieg der globale Maschinenumsatz (ohne Serviceleistungen) 2011 um nominal 12 Prozent auf ein neues Rekordniveau von rund 2,1 Billionen Euro. China ist mit Abstand größter Maschinenproduzent, gefolgt von Japan, den USA, Deutschland und Italien. Seit dem Krisenjahr 2009 konnte der Maschinenumsatz weltweit um nominal 40 Prozent erhöht werden.

China behauptete 2011 seine Ausnahmestellung: Maschinen und Anlagen im Wert von 563 Milliarden Euro wurden hier produziert. Das sind 17 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Anteil am Weltumsatz beträgt wie schon 2010 rund 27 Prozent. Die gegenüber den Vorjahren verringerte Wachstumsrate zeigt, dass es bereits 2011 zu einer sukzessiven Wachstumsverlangsamung in der Maschinenindustrie am Standort China gekommen ist.

Japan und die USA lieferten sich – wie bereits 2010 - ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei diesmal Japan gewann und sich Platz zwei sicherte - knapp vor den USA. Beide Länder zusammenbetrachtet kommen auf ein Umsatzvolumen von 576 Milliarden Euro; das ist nur geringfügig mehr als China allein vorweisen kann.

Deutschland ist viertgrößtes Produktionsland. Mit einem nominalen Umsatzwachstum von 16 Prozent hatte sich die Maschinenindustrie am Standort Deutschland überdurchschnittlich gut entwickelt. Auch Italien konnte seine Position im Länder-Ranking verteidigen. Der Abstand zum Viertplatzierten hat sich allerdings abermals vergrößert.

Mit Blick auf die Weltregionen gibt es im Maschinenbau drei große Fertigungszentren: Asien, Europa und Amerika. Asien ist bereits seit 2009 größte Fertigungsregion im Maschinen- und Anlagenbau, vor allem durch die dynamische und nahezu kontinuierliche Entwicklung in China. Die Hälfte der weltweit produzierten Maschinen wird in Asien gefertigt. Neben China (Platz 1 im Länder-Ranking) und Japan (2) sind auch Süd-Korea (6) und Indien (8) in der TOP-10-Länderliste zu finden.

Europa steht für ein Drittel des Weltmaschinenumsatzes. Der Maschinenbau wuchs hier mit 13 Prozent leicht überdurchschnittlich. Neben Deutschland (Platz 4) und Italien (5) zählen Frankreich (7) und das Vereinigte Königreiche (9) zu den größten Produktionsstandorten. Nachdem der Anteil Amerikas mehrere Jahre sukzessive zurückgegangen war, stabilisiert er sich seit 2010 bei 17 Prozent.

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Dr. Ralph Wiechers

VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

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