01.08.2012
Der Logistiksektor in Estland, Lettland und Litauen wächst
Doch neuer russischer Großhafen ist eine Herausforderung für den GUS-Transit
(gtai) - Dank der guten inländischen Konjunktur und wegen des Transits nach Russland und in andere GUS-Staaten hat die Logistikbranche in Estland, Lettland und Litauen 2011 stark zugelegt.
Allerdings haben alle baltischen Länder in einer Weltbankstudie zuletzt als Logistikstandort an Attraktivität eingebüßt. Zudem stellt der russische Großhafen Ust-Luga nahe der estnischen Grenze eine Konkurrenz dar, was den Transit gen Osten betrifft. Nötig sind daher weitere Investitionen.
In allen drei baltischen Staaten hat der Logistiksektor eine große Bedeutung, hat die Branche doch 2011 in Estland 7,9%, in Lettland 11,7% und in Litauen (2010) sogar 15,3% zum landesweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP) beigetragen. Von der jüngsten Konjunkturerholung konnte das Logistikgeschäft sehr profitieren. In Lettland ist die Logistikbranche 2011 um 8,0% und damit stärker als das BIP (+5,5%) gewachsen. In Estland hat sie 2011 ein Wachstum von 7,0% erzielt, blieb damit aber hinter dem landesweiten BIP-Anstieg (+7,6%) zurück. In Litauen hat sich der Logistiksektor 2010 laut neuesten detaillierten Zahlen ebenfalls sehr viel dynamischer entwickelt (+7,2%) als die Wirtschaft insgesamt (+1,4%).
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