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11.12.2017

Afrika-Reise des Bundespräsidenten "ein wichtiges Signal"

DIHK hofft auf Förderung der Wirtschaftsbeziehungen

(DIHK) - Die deutsche Wirtschaft kann für westafrikanische Staaten ein attraktiver Partner werden. Darauf hat Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), anlässlich des anstehenden Staatsbesuches von Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier in Ghana und Gambia hingewiesen.

Treier: "Die Reise des Bundespräsidenten nach Westafrika setzt ein wichtiges Signal. Sie zeigt, dass die strategische Neuausrichtung der deutschen Afrikapolitik auf Wirtschaft und Investitionen auch nach der deutschen G20-Präsidentschaft und dem EU-Afrikagipfel Bestand hat.

Die deutschen Mittelständler sind erst dabei, westafrikanische Staaten wie Ghana und Gambia als Märkte zu entdecken. Somit ist es gerade jetzt wichtig, dass die künftige Bundesregierung den bilateralen Handel mit diesen Ländern fördert. Denn in aller Regel braucht es zunächst Handelsbeziehungen, damit Investitionen und Arbeitsplatzaufbau durch deutsche Unternehmen erfolgen können.

Die Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung deutsch-afrikanischer Wirtschaftsbeziehungen durch attraktivere Finanzierungsbedingungen und Risikoabsicherung für den deutschen Mittelstand sollte für eine neue Bundesregierung ein zentrales Anliegen sein. Aufgrund der schwierigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, einer großteils schwachen Infrastruktur und dem Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften ist der Markteinstieg in Subsahara-Afrika immer noch teuer und mit großem Risiko behaftet.

Allen Problemen zum Trotz wächst beispielsweise Ghana seit Jahren stärker als die Weltwirtschaft. Das Land hat großen Nachholbedarf beim Ausbau seiner Infrastruktur und der Diversifizierung seiner Volkswirtschaft bis hin zur Einbindung in globale Wertschöpfungsketten. Die deutsche Wirtschaft kann hierbei für Ghana ein attraktiver Partner werden.

Unsere Unternehmen stehen für Qualität made in Germany und Spitzentechnologie. Unsere Partner schätzen die Verlässlichkeit und Langfristperspektive unserer Engagements. Zudem bilden deutsche Unternehmen ihre Mitarbeiter häufig nach Vorbild des deutschen dualen Berufsbildungssystems aus und schaffen dringend benötigtes lokales Know-how.

Chancen für deutsche Unternehmen sehen wir als Technologiepartner zur Vertiefung der Wertschöpfung in Landwirtschaft und Bergbau. Das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Verstädterung verlangen nach Lösungen zum Ausbau der Infrastruktur, insbesondere bei Transport, Strom und Wasser. Hier ist das Thema erneuerbare Energien ein Erfolgsmodell. Zunehmend produzieren auch Unternehmen der Konsumgüterindustrie vor Ort – die wachsende Mittelschicht hat eine große Nachfrage nach den global bekannten Marken."

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Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK)

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