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03.07.2018

Deutscher Ost­handel wächst weiter über­durch­schnittlich

Mittelosteuropa und Südosteuropa als Konjunkturmotoren/ US-Sanktionen verunsichern Unternehmen

(OAOEV) - Der deutsche Handel mit der Region Osteuropa wächst weiterhin überdurchschnittlich: Nach einem Exportplus von über zehn Prozent im Jahr 2017 legte im ersten Jahresdrittel 2018 der deutsche Export in die 29 Partnerländer des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) um rund sechs Prozent zu und wuchs damit erneut kräftiger als der gesamte deutsche Export (+4,4 Prozent). Auch die Importe legten mit knapp sieben Prozent überdurchschnittlich zu. Besonders stark war erneut die Nachfrage nach deutschen Gütern aus Südosteuropa und den mittelosteuropäischen EU-Ländern. Schwächer entwickelte sich hingegen das Russlandgeschäft.

Negativer Einfluss der US-Wirtschaftssanktionen
Angesichts neuer US-Sanktionen gegen Iran und Russland setzt sich der Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) für einen besseren Schutz europäischer Unternehmen vor US-amerikanischen Maßnahmen ein.

"Die angekündigte Anwendung von US-Sanktionsrecht auf europäische Unternehmen widerspricht den Regeln der WTO und des Völkerrechts. Es kann nicht sein, dass von Abgeordneten in Washington darüber entschieden wird, welche Geschäftspartner deutsche Unternehmen haben dürfen und welche nicht", sagte Michael Harms, Vorsitzender der Geschäftsführung des OAOEV, auf der ersten Jahrespressekonferenz der vereinigten Regionalinitiative der deutschen Wirtschaft für Osteuropa.

Im Falle der wieder eingeführten US-Sanktionen gegen den Iran hat die EU-Kommission Anfang Juni mit der Aktivierung eines "Blocking-Statuts" reagiert, das europäischen Unternehmen verbietet, US-Sanktionsrecht zu beachten. "Dies ist ein starkes Signal, das aber noch mit einem Entschädigungsmechanismus unterlegt werden muss, falls europäische Unternehmen von US-Behörden tatsächlich wegen ihrer Geschäftskontakte sanktioniert werden", so Harms. Das "EU-Blocking-Statut" müsse zudem auch im Falle der US-Russland-Sanktionen gelten.

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Andreas Metz

Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV)

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