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13.07.2017

Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen aus dem Geschäftsfeld Industrie 4.0

Geschäftsanbahnung unterstützt deutsche Unternehmen bei US-Markteinstieg

(BMWi) - Vom 4. bis 8. Dezember 2017 organisiert die AHK USA-Chicago, in Kooperation mit der AHK USA-San Francisco und SBS systems for business solutions, eine fünftägige Geschäftsanbahnungsreise in die USA. Dabei handelt es sich um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgeführt wird. Ziel ist es, den Teilnehmern diesen international wichtigen Markt zu öffnen und dort professionelle Geschäftskontakte anzubahnen.

In den USA gewinnt die Entwicklung vollautomatisierter, mit dem Internet verbundener Fabriken an Bedeutung. Mittels intelligenter Vernetzung von Produktionsmitteln und Werkstücken soll die Fertigung revolutioniert werden. Die Verschmelzung der IT-Welt mit der Automatisierungstechnik ist ein viel diskutiertes Thema zur Optimierung der betrieblichen Effektivität und industriellen Produktion. Was in Deutschland unter dem Begriff Industrie 4.0 bekannt ist, wird in den USA mit Industrial Internet of Things (IIoT), Smart Manufacturing, Advanced Manufacturing oder Industry 4.0 bezeichnet. Im verarbeitenden Gewerbe sowie in zahlreichen weiteren Sektoren wächst das Interesse an IIoT-Lösungen. Die Anzahl der Maschinen, Anlagen oder Sensoren, die miteinander kommunizieren, dürfte in den kommenden Jahren rasant wachsen und zunehmend wertvolle Informationen für Entscheidungsgrundlagen bieten. Dies treibt laut Marktexperten die Nachfrage nach Cloud-Plattformen für IIoT-Anwendungen an. Zahlreiche Großunternehmen im Land treiben die Effizienz von Fertigungsprozessen mit Technologien voran, die Bausteine für den Weg zu „smart factories“ darstellen.

Laut einer im Februar 2017 von Automation Alley veröffentlichten Umfrage zum Thema Industrie 4.0, gaben 85,4% der befragten Unternehmen an, dass sie in den technologischen Fortschritt investieren werden, um ihre Produktivität zu steigern und Kosten zu reduzieren. Dabei ist der Bereich der Produktion mit 73,2% der wichtigste für Investitionen in technologische Neuerungen, gefolgt vom Bereich F&E mit 54,9%. Die Top-Technologien für Investitionen werden in den Bereichen der Cloud, Cybersecurity und Big Data sowie deren Analyse gesehen. Aber auch Themen wie autonome Roboter, horizontale und vertikale Systemintegration stehen im Fokus. Daneben sind auch Technologien in den Bereichen der virtual & augmented reality und additive manufacturing gefragt. Sensortechnologien stellen ebenfalls eine wichtige Technologie dar, die den Herstellern in Echtzeit Daten über den Fertigungsprozess geben.

Die dargestellte Situation verdeutlicht das enorme Potenzial im Bereich Industrie 4.0 in den USA. Laut Economist wird die Marktgröße für den Bereich IIoT bis zum Jahr 2021 ca. 600 Mrd. USD mit einer jährlichen Wachstumsrate von 13,1% erreichen. Die Regionen Michigan und Kalifornien sind für den Bereich Industrie 4.0 prädestiniert, da zum einen die Anwendungsbranchen hier angesiedelt sind und zum anderen Technologieanbieter hier präsent sind, die Potential für Kooperationen bieten. Da Deutschland im Bereich der digitalisierten Vernetzung von Produkten und Produktionsprozessen eine Vorreiterrolle einnimmt ergeben sich viele Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen.

Im Vorfeld der Reise erhalten die Teilnehmer firmenspezifische Kompaktinformationen und eine Zielmarktanalyse mit aktuellen Informationen zur Branchen- und Marktsituation in den USA. Die Geschäftsreise beinhaltet zwei halbtägige Präsentationsveranstaltungen im Großraum Detroit, MI und in Großraum San Francisco, CA, die sich auf Industrie 4.0 konzentrieren und bei der sich die Teilnehmer einem ausgewählten Fachpublikum vorstellen können. Im Fokus der Reise stehen individuell organisierte Geschäftsgespräche.

Das Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister mit Geschäftsbetrieb in Deutschland. Der Eigenanteil zur Teilnahme liegt je nach Unternehmensgröße zwischen € 500,00 und 1.000,00 (netto) zzgl. Reise- und Übernachtungskosten.

Anmeldeschluss ist der 31. August 2017.

Weitere Informationen zu diesem Geschäftsanbahnungsprogramm finden Sie unter www.gaccmidwest.org/gab-industrie40 bzw. unter www.german-tech.org oder im Projektflyer.