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13.02.2018

Informationsreise für Ein­käufer und Multi­plikatoren aus Bahrain und den VAE im Mai 2018

Thema: Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz durch Modernisierung

(BMWi) - Die Informationsreise ist ein Projekt der Exportinitiative Umwelttechnologien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt.

Ziel dieser Informationsreise für Einkäufer und Multiplikatoren aus Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist es, einen umfassenden Einblick in die Angebote deutscher Unternehmen in den Bereichen Abfallwirtschaft, Recycling und Umweltschutz durch Modernisierung zu vermitteln, um so gezielt Kaufentscheidungen treffen zu können. Die Teilnehmer erhalten konkrete Fachinformationen zum deutschen Markt und haben die Möglichkeit, sich bei verschiedenen Formaten (Präsentationsveranstaltung, Unternehmensbesuche, Messe) aktiv mit deutschen Anbietern zu vernetzen. Zielgruppe in Deutschland sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Selbständige der gewerblichen Wirtschaft, fachbezogene Freiberufler und wirtschaftsnahe Dienstleister mit Geschäftsbetrieb in Deutschland.

Bahrain hat mit 900 Personen pro km² bei rund 1,2 Millionen Menschen die höchste Bevölkerungsdichte in der gesamten GCC-Region und gilt als einer der weltweit größten Pro-Kopf-Verursacher von Müll, der auf 1,67 bis 1,80 kg pro Person und Tag geschätzt wird. Bahrain erzeugt jedes Jahr mehr als 1,2 Millionen Tonnen fester Abfälle, die tägliche Müllproduktion übersteigt 4.500 Tonnen.

Der große Anteil von Wertstoffen in Form von Papier (13 Prozent), Kunststoffen (7 Prozent) und Glas (4 Prozent) macht Siedlungsabfälle in Bahrain zu einem guten Recycling-Rohstoff, allerdings kümmert sich derzeit nur der informelle Sektor um das Sammeln von Wertstoffen und Recycling-Aktivitäten.

Aufgrund des Bevölkerungswachstums und der wirtschaftlichen Aktivitäten sind die Abfallmengen in den VAE in den letzten zehn Jahren stark gestiegen. Mit rund 650 kg pro Einwohner erzeugen auch die VAE eine der größten Mengen an Siedlungsabfällen weltweit. Die Abfälle werden recycelt, in Energie umgewandelt (Waste to Energy) und Ressourcen mit neuen Technologien und verbesserten Abfalltrennungs- und Sammelsystemen behandelt. Rund 75 % der Abfälle werden noch deponiert, meist auf unzulänglich ausgestatteten Deponien. Es besteht ein großer Bedarf an Abfallsammel- und Sortiertechnik, Deponietechnik und Verwertungstechnologien.

Diese Umstände machen diese Länder interessant für deutsche Unternehmen, die erprobte moderne Methoden und Techniken des Abfallmanagements anbieten.

Die Informationsreise in Deutschland wird von MENA Business GmbH, der AHK Vereinigte Arabische Emirate und der Delegation der Deutschen Wirtschaft für Saudi-Arabien, Bahrain und Jemen in Zusammenarbeit mit der Professur für Abfall- und Stoffstromwirtschaft der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert. Die Reise wird von einem Vertreter des BMWi begleitet.

Vom 14. bis zum 16. Mai 2018 wird den ausländischen Teilnehmern die Möglichkeit geboten, Produkte und Leistungen der deutschen Abfall- und Recyclingbranche kennenzulernen und mit potentiellen Geschäftspartnern Kontakte zu knüpfen. Das 3-tägige Programm besteht aus einer Informations- und Netzwerkveranstaltung in Zusammenarbeit mit der IHK Bielefeld sowie Besuchen bei Unternehmen und Referenzprojekten in Nordrhein-Westfalen. Der in Zusammenarbeit mit dem Umweltcluster Bayern und der Universität Rostock geführte Rundgang auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien IFAT in München ist ein wichtiger Teil des Besuchsprogramms.

Deutsche KMU haben die Möglichkeit, sich für die Teilnahme an der Informations- und Präsentationsveranstaltung anzumelden. Die ausstellenden deutschen KMU können sich auch für einen Besuch auf ihrem Messestand im Rahmen der organisierten Messerundgänge anmelden oder ihr Unternehmen für die Unternehmensbesichtigung anbieten.

Die Teilnehmer tragen ihre individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten selbst. Darüber hinaus fallen keine weiteren Teilnehmergebühren an.

Anmeldeschluss für deutsche Unternehmen ist der 23. März 2018.

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer