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13.04.2017

Informationsreise für Einkäufer und Multiplikatoren aus der Nigerianischen Lebensmittelindustrie

Kontaktmöglichkeiten für Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen vom 06. – 10. Mai 2017 in Düsseldorf und Hannover

(BMWi) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Nigeria in Zusammenarbeit mit dem VDMA-Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen sowie der Industrie- und Handelskammer Hannover eine fünftägige Informationsreise für nigerianische Einkäufer, Entscheidungsträger und Multiplikatoren aus der Lebensmittelindustrie. Im Mittelpunkt steht die Branchenleitmesse interpack in Düsseldorf sowie eine regionale Netzwerkveranstaltung in Hannover.

Nigeria erlebte 2016 eine wirtschaftlich gesehen äußerst schwierige Phase. Auch für die kommenden Jahre ist kein durchgreifender wirtschaftlicher Aufschwung in Sicht. Zwar prognostizieren Wirtschaftsexperten ein Ende der Rezession von 2016. Ob aber die für 2017 von Economist Intelligence Unit vorhergesagten 1,2% Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreicht werden, hängt von externen Faktoren wie z.B. der Entwicklung des Ölpreises ab.

Nach Jahren des Konsumbooms kehrt vorübergehend Ernüchterung im Einzelhandel und der Konsumgüterindustrie ein. Den Nigerianern ist durch die Wirtschaftskrise ein beträchtlicher Teil ihrer Kaufkraft abhandengekommen. Auch die Mittelschicht muss sparen. Importierte Konsumgüter sind aufgrund der negativen Wechselkursentwicklung des Naira deutlich teurer geworden. Billige Verbraucherkredite, wie in Europa erhältlich, gibt es in Nigeria nicht. Schon seit Jahren interessieren sich internationale Investoren für den nigerianischen Nahrungsmittelsektor. Mehr als 180 Millionen konsumfreudige Nigerianer bilden einen der weltweit größten Verbrauchermärkte, der in weiten Teilen noch unerschlossenen ist. In die Nahrungsmittelverarbeitung fließt bereits viel Geld, in Ansätzen steigen auch die Investitionen in die Landwirtschaft. Vor allem lokal typische Produkte wie Reis, Mais, Kassava, Rohrzucker, Tomaten und Palmöl sind gefragt.

Seitens der neuen Regierung dürfte die Förderung der Nahrungsmittelproduktion großes Gewicht behalten. Präsident Muhammadu Buhari betonte nach seiner Wahl recht schnell, dass er den Fokus unter anderem auf die Landwirtschaft legen will, um Arbeitsplätze zu schaffen. Auch seine Herkunft aus dem Norden des Landes legt eine solche Politik nahe. Dort wird vor allem Landwirtschaft betrieben. Deren Vernachlässigung in den letzten 25 Jahren aufgrund der Öleinnahmen hat den nördlichen Teil Nigerias stark destabilisiert. Es dürfte Buhari ein Anliegen sein, diesen Trend umzukehren.

Im Zuge der Delegationsreise können sich nigerianische Einkäufer, Entscheidungsträger und Multiplikatoren aus der Nahrungsmittelindustrie ein Bild über die Leistungsfähigkeit der Branche in Deutschland machen. Dafür wird zunächst ein zweitägiger Besuch bei der messe interpack organisiert. Im Anschluss daran folgen Werksbesichtigungen sowie eine Netzwerkveranstaltung in Hannover. Für interessierte deutsche Unternehmen besteht die Möglichkeit, ihre Produckte und Dienstleistungen zu präsentieren, zum Austausch mit den Delegationsteilnehmern,und Kontakte zu knüpfen, um den wachstumsstarken ostafrikanischen Markt zu erschließen.

Zentrale Elemente der Informationsreise:

  • Besuch der Branchenleitmesse interpack
  • Empfang auf der interpack durch Messe und die Organisatoren
  • B2B-Gespräche im Verlauf des Messebesucht
  • Werksbesichtigungen von Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau und Nahrungsmittelproduktion
  • Netzwerkveranstaltung und B2B-Kontaktbörse in Hannover

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) 2017 und wird aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.Die nigerianische Delegation umfasst acht bis 20 Vertreter nigerianischer Unternehmen und Multiplikatoren. Die Teilnahme an diesem Programm ist für ausländische und deutsche Unternehmen kostenfrei. Es fällt lediglich ein Eigenanteil für die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten an.