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09.06.2017

Iran plant Verkehrs- und Bahntechnik auszubauen

Geschäftsanbahnungsreise nach Mashad, Teheran und Isfahan vom 11. – 16.11.2017

(BMWi) - Vom 11. bis 16. November organisiert COMMIT im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie eine Geschäftsanbahnung zum Thema Verkehrs- und Bahntechnik in den Iran. Die Veranstaltung ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und wird aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit dem Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) und der Deutschen Iranischen Handelskammer (AHK).

Nach einer zweijährigen Rezession führte die teilweise Aufhebung der Sanktionen Anfang 2016 zu einer Belebung der iranischen Wirtschaft.

Das iranische Bahnnetz hat eine Länge von über 13.000 km, von denen nur etwa 200 Kilometer elektrifiziert und lediglich 450 km zweigleisig sind. 70 % des iranischen Rollmaterials ist älter als 25 Jahre, knapp 15 % sogar älter als 45 Jahre.
Die Islamic Republic of Iran Railway Company (RAI) plant nun im Auftrag der Regierung die Pläne der „Vision 2025“ umzusetzen. Dabei sollen 25 bis 30 Mrd. USD in die Erweiterung des Schienennetzes und dessen Elektrifizierung sowie die Ausweitung der Transport-Kapazitäten für Passagiere und Güter investiert werden.

Auch in die Nahverkehrssysteme des Iran wird investiert. In den Ballungsräumen werden bestehende Metronetze erweitert (Teheran, Mashad, Isfahan, Shiraz und Täbris). In weiteren Städten sind Metro-Netze in der Planung oder bereits im Bau. Bis 2025 sollen mindestens 4.000 Metro-Waggons durch Irans Kommunen beschafft werden.

Die angestrebte Modernisierung des iranischen Schienenverkehrs bietet deutschen Unternehmen der Branche, die traditionell für ihre exzellenten Leistungen bekannt sind, erhebliche Chancen.

Regionale Schwerpunkte der Geschäftsanbahnung bilden -neben der pulsierenden Hauptstadt Teheran als Sitz aller Ministerien und der wichtigsten Unternehmen- die Großstädte Mashad und Isfahan. Beide Städte verfügen über umfangreiche Pläne zur Erweiterung ihrer Metronetze, Isfahan ist zudem Sitz eines Waggonbau-Werkes.

Ziel der Geschäftsanbahnung ist die Vermittlung individueller Geschäftsgespräche. Im Rahmen von Präsentationsveranstaltungen wird die Leistungsfähigkeit der deutschen Branchenvertreter vorgestellt, dabei werden B2B-Gespräche mit potenziellen Geschäftspartnern geführt. Bei Unternehmens- und Behördenbesuchen werden Sie an konkrete Projekte und Partner herangeführt. Dabei werden Sie auch über Marktchancen und -entwicklungen, politische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie praktische Fragen der Branche informiert. Bereits im Vorfeld erhalten die Teilnehmer dazu eine Zielmarktanalyse, die ihnen eine fundierte Vorbereitung auf die Gespräche vor Ort ermöglicht.

Die Teilnehmer tragen ihre Reisekosten sowie einen Eigenanteil, der von der Unternehmensgröße abhängig ist:

  • 500,- € (Netto) bei Unternehmen mit unter 1 Mio. € Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitern
  • 750,- € (Netto) bei Unternehmen mit unter 50 Mio.€ Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitern
  • 1.000,- € (Netto) bei Unternehmen mit mehr als 50 Mio. €Jahresumsatz oder mehr als 500 Mitarbeitern

Anmeldungen werden bis zum 11. August 2017 erbeten.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Projektflyer