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09.01.2018

Japans Nachfrage bei Medizintechnik, Produktionstechnik für Medizinprodukte und Photonik wächst stetig

Unternehmerreise im Juni 2018 bietet Chancen der Geschäftsanbahnung

(BMWi) - Das Geschäftsanbahnungsprojekt "Japan – Medizintechnik, Produktionstechnik für Medizinprodukte und Photonik" findet im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 03.06.2018 – 07.06.2018 in Tokio statt. Mit der Durchführung dieses Projekts hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Kölner Unternehmen trAIDe GmbH beauftragt. trAIDe arbeitet im Rahmen des Projektes eng mit dem sehr erfahrenen japanischen Branchenspezialisten KMG Japan sowie deutschen Fachverbänden und Interessensvereinigungen wie SPECTARIS, GHE, GHP zusammen. Bei Projektteilnahme wird in Abhängigkeit der Unternehmensgröße ein Eigenbetrag von 500 EUR bis 1.000 EUR (netto) erhoben, hinzu kommt eine Reisekostenpauschale.

Der japanische Gesundheitsmarkt ist von den Problemen einer entwickelten Industrienation, wie der Zunahme von chronischen Krankheiten und einer zunehmenden Alterung der Bevölkerung, betroffen. Die Gesundheitsausgaben liegen derzeit bei etwa 10% des Bruttoinlandsproduktes und werden Prognosen zufolge weiter steigen. Das japanische Gesundheitssystem gilt als sehr fortschrittlich. Von dem steigenden Bedarf profitieren letztendlich Unternehmen im Bereich der Gesundheitswirtschaft.

Allein das Marktvolumen der Medizintechnik betrug schon 2013 etwa 33,6 Mrd. US-Dollar, womit Japan zu einem der größten Märkte für Medizintechnik weltweit zählt. Das jährliche Wachstum wurde auf ca. 3,8% bis zum Jahre 2018 geschätzt. Die japanische Medizintechnik-Branche ist stark von Importen abhängig (etwa 49% der medizintechnischen Geräte stammen aus dem Ausland) und bezieht die meisten Produkte aus den USA, Irland und Deutschland. Zu den meist importierten Produktgruppen gehören unter anderem Orthopädietechnik, Prothesen, Spritzen, Nadeln und Katheter sowie Elektrodiagnoseapparate und –geräte. Aus heimischer Sicht werden etwa 3,5% des Exports der deutschen Medizintechnik-Branche nach Japan ausgeführt, sodass Japan auf Platz acht der wichtigsten Exportdestinationen für deutsche Medizintechnik liegt. Insgesamt importierte Japan im Jahr 2015 Medizintechnik im Wert von rund 790 Mio. € (1 JPY = 0,0078 EUR) aus Deutschland.

Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und mit mehr als 125 Millionen Einwohnern steht Japan vor einem massiven Bedarf an Waren aus der Medizintechnik, wovon auch Hersteller von Produktionstechnik für medizinische Produkte profitieren. Die hohe Abhängigkeit Japans von Importen sowie der durchweg gute Ruf von deutschen Medizinprodukten bieten für deutsche Unternehmen gute Aussichten. Insbesondere für Anbieter hochspezialisierter, optischer Verfahren (Photonik) bieten sich hervorragende Möglichkeiten, den Bedarf japanischer Hersteller in diesem Bereich zu bedienen.

Die im Jahr 2015 gegründete Japan Agency for Medical Research and Development (AMED) intensiviert die Bestrebungen der Regierung, die Kommerzialisierung der japanischen Medizintechnik voranzutreiben. So entstehen für deutsche Unternehmen gute Chancen auf internationale Kooperationen. Zusätzlich kommt deutschen Unternehmen die Einigung zwischen Japan und der EU über das Freihandelsabkommen „JEFTA“ zugute, welches die Handelshemmnisse nun Schritt für Schritt deutlich minimieren soll. Zudem sollen gemeinsame Standards und Normen vereinbart werden. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung geht Deutschland als größter Profiteur aller EU-Staaten aus dem Freihandelsabkommen hervor. Insgesamt birgt der ostasiatische Staat ein großes Marktpotenzial, welches durch die oben genannten Gegebenheiten bestätigt wird.

Das Projektziel

Das BMWi-Geschäftsanbahnungsprojekt dient den teilnehmenden deutschen Unternehmen zur Entwicklung von Kooperationsbeziehungen mit ausgewählten lokalen Geschäftspartnern, die im Rahmen der Geschäftsreise persönlich in Japan getroffen werden.

Leistungen des Durchführers im Rahmen des Projektes

  • Auswahl von geeigneten japanischen Geschäftspartnern anhand Ihres persönlichen Wirtschafts- und Geschäftsinteresses
  • Individuelle Treffen mit passenden, potenziellen japanischen Geschäftspartnern
  • Informationsaustausch mit japanischen Auftraggebern und Wirtschaftsrepräsentanten, um Ihr Produkt- oder Dienstleistungsportfolio vorzustellen
  • Bereitstellung wichtiger makroökonomischer und branchenspezifischer Informationen zu Japan in Form einer Zielmarktanalyse

Anmeldeschluss: 31.01.2018

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer