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02.03.2018

Leistungsschau im Bereich Abfall- und Recyclingtechnik in Russland

BMWi-Markterschließungsprogramm startet Unternehmerreise für deutsche Anbieter von Technologien und Ausrüstungen

(BMWi) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert das Informationszentrum der Deutschen Wirtschaft mit Unterstützung der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer eine Leistungsschau für deutsche Anbieter von Technologien und Ausrüstungen für Abfall- und Recyclingtechnik in Russland. Die Unternehmerreise vom 16. bis 21. September 2018 führt ins Moskauer Gebiet nach Jekaterinburg und Tscheljabinsk. Ziel ist es, deutsche Unternehmen die in diesem Bereich tätig sind, bei der Erschließung des Absatzmarktes Russland und beim Auf- und Ausbau von Geschäftsaktivitäten und eines Netzwerks zu unterstützen. Kooperationspartner ist der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Das Projekt ist Teil des Markterschließungsprogramms für KMU 2018 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Ziel dieses Projektes ist der Auf- und Ausbau von Geschäftsaktivitäten und eines Netzwerks im Zielmarkt. Zielgruppe sind in erster Linie kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft, fachbezogene freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister mit Geschäftsbetrieb in Deutschland.

Die russische Regierung nimmt Umweltthemen zunehmend ernst, das Jahr 2017 erklärte sie zum Jahr der Ökologie. Die Ausgaben für den Umweltschutz sollen von 64 Mrd. Rubel (0,98 Mrd. Euro) auf 80 Mrd. Rubel (1,29 Mrd. Euro) bis 2019 steigen. Über 100 Mrd. Tonnen Haushalts- und Produktionsabfälle stapeln sich auf Russlands Deponien, jedes Jahr kommen weitere 5 Mrd. Tonnen hinzu. Beinahe alle Deponien sind veraltet und verfügen über keinerlei Umweltschutztechnologien, was auch damit verbunden ist, dass eine Menge illegaler Deponien existiert. Abfalltrennung findet kaum statt. Da es in Russland wenig eigene Technologien für Abfallmanagement und Recycling gibt, sind die Regionen darauf angewiesen sich nach kompetenten Partnern in diesem Bereich umzusehen. Hierbei ergeben sich neue Chancen für deutsche Anbieter.

Die Müllmetropole Russlands ist die Hauptstadt Moskau. Zusammen mit dem Moskauer Gebiet produziert die Stadt ca. 11 Mio. Tonnen von festen Haushaltsabfällen pro Jahr. Neben des großen Geschäftspotentials für deutsche Unternehmen sowie der Teilnahme an Investitionsprojekten bietet die Hauptstadt die Möglichkeit, sich mit den föderalen Entscheidungsträgern auszutauschen.

Das Gebiet Swerdlowsk ist die größte und am meisten verschmutzte Region des Urals. Der Hausmüll besteht hier vielfach aus ökologisch bedenklichen Komponenten und Verpackungsmaterialien. Die Wiederverwertung steigender Abfallmengen wird aufgrund der schlecht entwickelten Infrastruktur und dem Fehlen moderner Technologien erschwert. Die während des Reisezeitraums vor Ort stattfindende Internationale Fachmesse „UTILISATSIJA“ für Ausrüstungen und Technologien zur Abfallsammlung und -verarbeitung bietet eine sehr effektive Plattform zur Präsentation deutscher Technologien.

Die dritte Zielregion, das Gebiet Tscheljabinsk, gehört zu den am besten entwickelten Industrieregionen Russlands. Infolge der extensiven industriellen Nutzung und eines verstärkten Bevölkerungszuwachses bestehen massive Abfallprobleme. So verfügt die einzige offizielle Deponie für Abfälle in Tscheljabinsk über keinerlei Entsorgungs-, Verbrennungs- oder Entgasungsanlagen.

Die Leistungsschau ist ein Projekt der Exportinitiative Umwelttechnologien des BMWi. Schwerpunkt der Reise ist eine Präsentationsveranstaltung nebst der o.g. Fachmesse Utilisatsija in Jekaterinburg im Rahmen der Branchenmessen-Woche "GRAND EXPO-URAL", bei der die Leistungsfähigkeit der teilnehmenden Unternehmen präsentiert wird.

Abgerundet wird das Programm durch Treffen mit wichtigen Multiplikatoren aus Politik und Wirtschaft, bilaterale Gespräche mit zuvor identifizierten Geschäftspartnern sowie Besichtigungen von Unternehmen der Zielbranche. Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmer detaillierte Markt- und Brancheninformationen.

Die Leistungsschau unterliegt den De-Minimis Regelungen. Der Teilnehmerbeitrag liegt in Abhängigkeit von Umsatz und Mitarbeiterzahl des Unternehmens zwischen 500 und 1000 Euro (Netto).

Darüber hinaus werden die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten von den Teilnehmern selbst getragen.

Anmeldeschluss ist der 08.06.2018.

Weitere Informationen zur Reise finden Sie im Projektflyer.