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07.02.2018

Maritime Wirtschaft in den USA

Geschäftsanbahnungsreise in den Bereichen Schiffbau und maritime Offshore-Technik vom 4. bis 8. Juni 2018

(BMWi) - Die Deutsch-Amerikanische Industrie- und Handelskammer (AHK Atlanta) führt in Zusammenarbeit mit SBS systems for business solutions GmbH und weiteren relevanten Fachpartnern eine Geschäftsanbahnungsreise mit dem Schwerpunkt "Maritime Wirtschaft" in den Süden der USA durch. Die Reise findet im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU vom 4. bis 8. Juni 2018 statt.

Der Schiffbau findet in den USA an einigen Schiffbauzentren entlang des Atlantiks, Pazifiks, Golfs von Mexiko, des Flusses Mississippi und an den Great Lakes statt. Hier sind Florida (Miami), Louisiana (New Orleans), Washington (Seattle), Kalifornien (San Diego) und Texas (Houston) die führenden Bundesstaaten der Schiffbauindustrie mit einer gewissen Konzentration um die genannten Städte. Die für die Schiffbau-Zulieferindustrie wichtige Reedereilandschaft der USA hat neben den genannten Schiffbauzentren weitere Schwerpunkte, z.B. im Raum New York und für die Kreuzfahrtindustrie insbesondere Florida. Der Binnenschiffmarkt, mit wesentlich größeren Schiffen und Schubverbänden als im europäischen Binnenschiffsmarkt, spielt eine wichtige Rolle. Houston gilt nach wie vor als weltweit größtes Ölmarktzentrum. Aufgrund des niedrigen Ölpreises unterliegen die Offshore-Firmen einem starken Sparzwang, um die enormen Betriebskosten von Bohrlöchern zu senken und legen stärker als in der Vergangenheit Wert auf Produktzuverlässigkeit, wartungsarmen Betrieb und Sicherheit, unter anderem auch durch Einsatz digitaler Technologien. Aufgrund der enormen geografischen Ausdehnung beschränkt sich diese Reise auf die Golfregion von Houston bis Miami.

Großes Potenzial für deutsche maritime Zulieferer besteht in diversen Sektoren. Im Handelsschiffbau führt der moderate, aber nach wie vor intakte US-Wirtschaftsaufschwung zu einer weiteren Nachfrage nach Frachtschiffen. Die US-Amerikanische Offshore Öl-&Gas-Industrie spielt insbesondere entlang der Golfküste trotz erheblich abgeschwächter Produktion eine bedeutende Rolle für den maritimen Markt. Deutsche innovative Produkte entsprechen den hohen Kundenansprüchen (Sicherheit, Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit). Hinsichtlich maritimer und Offshore-Technik bestehen große Potenziale in der Digitalisierung von Operationen. Zentrale Bausteine hierfür sind leistungsfähige Mess-, Steuerungs-, Automatisierungs- und Fernüberwachungssysteme. Der noch junge Offshore-Wind-Markt bietet ebenfalls Potenzial. Darüber hinaus sind deutsche Werften und Zulieferer wichtige Lieferanten für amerikanische Kreuzfahrtreedereien. Der „Jones Act“ sieht vor, dass US-Schiffe nur auf amerikanischen Werften gebaut und repariert werden sollen, was Potenzial für Kooperationen mit amerikanischen Unternehmen bietet.

Diese Veranstaltung ist Teil des Markterschließungsprogramms für KMU, das aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird und hat das Ziel, deutsche Unternehmen der maritimen Wirtschaft über ihre Potenziale und Geschäftsmöglichkeiten auf dem amerikanischen Markt zu informieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung liegt je nach Unternehmensgröße bei 500,00 – 1.000,00 €, dazu kommen noch die persönlichen Reisekosten.

Anmeldeschluss ist der 28.02. 2018.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung und zur Anmeldung gibt es unter www.german-tech.org.