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12.06.2018

Slowenische Unternehmen investieren in Technologien und Lösungen aus dem Bereich der Industrie 4.0

Multiplikatoren, Einkäufer und Entscheidungsträger informieren sich in Deutschland

(BMWi) - Vom 8.-11. Oktober 2018 organisiert die eclareon GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine Informationsreise für slowenische Multiplikatoren, Einkäufer und Entscheidungsträger aus dem Bereich Industrie 4.0 nach Deutschland. Das Projekt im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU wird in Kooperation mit der Deutsch-Slowenischen Industrie- und Handelskammer (AHK Slowenien) durchgeführt.

Slowenien verzeichnete Ende des vergangenen Jahres ein Wirtschaftswachstum von 5% und das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (in aktuellen Preisen) stieg von 19576€ auf 20951€ zwischen den Jahren 2016 und 2017. Dank anhaltender guter Konjunkturaussichten soll die slowenische Wirtschaft auch im Jahr 2018 weiterwachsen, voraussichtlich mit einer Rate von 4%.

Sloweniens Wirtschaft ist durch eine stark exportorientierte verarbeitende Industrie geprägt. Der Großteil des Umsatzes entfällt hierbei auf den Automobil- und Maschinenbausektor. Nach der Erholung von der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 konnte Slowenien von dem darauffolgenden Aufschwung profitieren. Unternehmen bekommen auch wieder Zugang zu frischem Kapital und investieren seitdem wieder zahlreich in die Modernisierung und Erweiterung ihrer bestehenden Produktionsstätten in Slowenien.

Die 4. industrielle Revolution stellt auch Slowenien vor neue Herausforderungen, insbesondere im Bereich Digitalisierung. Dies erfordert grundlegende Veränderungen der Prozesse auf allen Geschäftsebenen: von Informations- und Kommunikationstechnologien bis zu Rekrutierungs-, Liefer- und Entscheidungsprozessen.

Da der Anteil der verarbeitenden Industrie am Bruttoinlandsprodukt in Slowenien im europäischen Vergleich verbunden mit der Anzahl von Unternehmen aus dem klassischen Zulieferbereich überdurchschnittlich hoch ist, bieten die Technologien der Industrie 4.0 in Slowenien große Potentiale, auch aufgrund steigender Auslandsnachfrage slowenischer Produkte in Slowenien und in Deutschland. Wirtschaftliche Schwerpunkte liegen in Slowenien in den stark exportorientierten Industriezweigen der Produktion von Kfz-Teilen, Elektrogeräten und Pharmaprodukten.

Gemäß einer Umfrage (2016) der Deutsch-Slowenischen Industrie- und Handelskammer unter slowenischen Unternehmen bewerten 61% das Thema „Digitale Konnektivität im Unternehmen“ als entscheidend oder sehr wichtig. In diesem Zusammenhang geben die Unternehmen auch an, in den kommenden Jahren massiv in die Digitalisierung der Produktion, in Digitalisierung der Logistik sowie in Technologien zur integrierten Digitalisierung investieren zu wollen.

Ein wichtiges Argument slowenischer Unternehmen für den Einsatz von Technologien und Lösungen aus dem Bereich der Industrie 4.0 ist der Wille, die Effizienz der Prozesse im Unternehmen zu erhöhen. Zudem versprechen sich slowenische Unternehmen eine deutliche Kostenreduzierung. Gute Rahmenbedingungen in Slowenien bestehen auch von politischer Seite. Die “Slovenian Digital Coalition” (digitalna.si) will Interessensgruppen von Handel, Industrie, Wissenschaft, Bildung, öffentlicher Verwaltung, öffentliche Sektoren sowie der Bevölkerung vereinen, um Slowenien zu einem “Digital Slovenia 2020” zu transformieren. Zudem möchte Slowenien in den nächsten Jahren zu den Referenzenländern der EU im Bereich Digitalisierung gehören. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf einer „Green Transformation“, um Slowenien zu einem ökologisch nachhaltigen digitalen Land zu machen.

Die Veranstaltung findet von Montag, den 8. Oktober bis Donnerstag, den 11. Oktober 2018 statt. Für deutsche Interessenten wird auf einer halbtägigen Informations- und Präsentationsveranstaltung durch Fachexperten aus Wirtschaft und Forschung sowie Vertretern von Fachverbänden und Institutionen ein Überblick über den Stand der „Industrie 4.0“ in Deutschland geboten. Mit fachlich geführten Besuchen in den folgenden Tagen werden die Teilnehmer der Delegation anhand von Beispielen vor Ort über den Einsatz moderner Technologien und Produktionsweisen, neuen Forschungsprojekten und -ergebnissen sowie Produktlinien und technischen Lösungen deutscher Unternehmen informiert. Good-Practice Beispiele werden konkret zeigen, wie sich Industrie 4.0 in Unternehmen integrieren lässt und welche Ansätze zur Integration von Industrie 4.0-Technologien für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bestehen.

Die halbtägige Konferenz wendet sich insbesondere an Geschäftsführer, Fachkräfte aus den Bereichen Automatisierungstechnik, Produktionsplanung und strategischer Entwicklung sowie für HR-Abteilungen. Deutsche Unternehmen und Institutionen erhalten hierdurch einen intensiven Einblick in die Zukunft der Industrie, den Einfluss von Megatrends auf die Fabriken der Zukunft, die technischen Voraussetzungen sowie konkrete Umsetzungen, um hinterher erfolgreich Industrie 4.0 in die Praxis umsetzen zu können.

Die Teilnehmer tragen ihre individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten selbst. Darüber hinaus fallen keine weiteren Teilnehmergebühren an.