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06.12.2017

Zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen in Jordanien

BMWi-Markterkundungsreise unterstützt Unternehmen beim Markteinstieg

(BMWi) - Vom 07. bis 11. April 2018 führen MENA Business GmbH und die Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer (AHK Ägypten) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Sicherheitswirtschaft e.V. (BDSW) und der Amman Chamber of Commerce eine Reise zur Markterkundung nach Amman in Jordanien zum Thema zivile Sicherheitstechnologien mit Schwerpunkt kritische Infrastrukturen durch. Das Projekt ist Bestandteil der Exportinitiative „Zivile Sicherheitstechnologien und –dienstleistungen“ und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU des Bundesministeriums für Wirt-schaft und Energie (BMWi) durchgeführt.

Ziel dieser Markterkundung ist es, deutschen kleinen und mittleren Unternehmen einen Überblick über den jordanischen Markt für Sicherheitsprodukte und -dienstleistungen zu verschaffen und zu weiteren Erfolgen bei ihren Exporttätigkeiten zu verhelfen. Gezielt werden allgemeine und branchen- bzw. themenspezifische Informationen hinsichtlich politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen, konkreter Marktchancen, künftiger Marktentwicklungen, technischer und logistischer Voraussetzungen und Verfahren, kulturspezifischer Besonderheiten etc. aus erster Hand durch deutsche und lokale Experten und Multiplikatoren vermittelt.

Der Sicherheitsmarkt in Jordanien gliedert sich in vier Segmente: Sicherheitsausrüstung, persönliche Schutzausrüstung, Si-cherheitsdienste und Brandschutz. Die meisten der hierfür benötigten Geräte werden importiert.

Auf der kommerziellen Seite kann die Nachfrage nach Sicherheitsausrüstung auf drei Hauptbereiche beschränkt werden: Banken-, Wohn- und Gewerbebau und Tourismus (Hotels und Resorts). Für diese Bereiche, denen die jordanische Regierung zum Teil die höchste Sicherheitsstufe zugewiesen hat, besteht eine starke Nachfrage nach dem Import sowohl von Dienstleis-tungen (Sicherheitsberatung, Sicherheitskonzepte) als auch von hochpreisigen High-Tech-Geräten, wie elektronischen Zu-gangskontrollsystemen. Ein neuer und schnell wachsender Markt im Sicherheitsbereich ist das Segment IKT-Sicherheit. Mit zunehmender Vernetzung von Geräten und Maschinen steigt auch die Nachfrage nach Sicherheitslösungen, um kritische Daten stärker vor ungewollten Zugriffen zu schützen.

Die lokale Marktnachfrage wird von spezialisierten Handelsagenturen angetrieben und konzentriert sich derzeit auf folgende Segmente: 1. Sicherheitssysteme; 2. Finanzsektor / elektronische Sicherheit; 3. Diebstahlsicherung; 4. Öffentliche Sicherheit. Jordanische Händler betreuen dabei zunehmend auch den Nachbarmarkt Irak.

In Jordanien sind in den kommenden Jahren viele kommerzielle Wohn- und Gewerbeprojekte mit erheblichem Auftragsvolu-men geplant, die entsprechende Sicherheitsausrüstung erfordern. Im öffentlichen Sektor gibt es eine Vielzahl von Ausschrei-bungen. Hier sind vor allem die Bereiche Grenzsicherheit, Verkehrssteuerung, forensische Laboratorien und Notfall- und Katastrophenbefehlszentren zu nennen.

Die Reise richtet sich an Unternehmen mit Sitz in Deutschland aus dem Bereich zivile Sicherheitstechnologien und –dienstleistungen. Der Eigenbeitrag beträgt je nach Unternehmensgröße zwischen 500,00 und 1000,00 Euro. Die individuellen Reisekosten tragen die Teilnehmer selbst.

Teilnehmende Unternehmen erhalten eine branchenspezifische Zielmarktanalyse sowie zusätzliche individuelle Kompakt-informationen über Wettbewerb und wichtige Nachfragesegmente zur Vorbereitung.

Im Rahmen einer fachbezogenen Informationsveranstaltung mit Expertenvorträgen zu Marktbedingungen, Trends und rechtlichen Rahmenbedingungen vor Ort haben deutsche Unternehmen die Möglichkeit, dem jordanischen Fachpublikum (Unternehmen, Vertreter von Kammern und Behörden) ihre Produkte und Dienstleistungen bzw. mögliche Kooperationsfelder vorzustellen.

Anhand der verschiedenen Gruppentermine können die Geschäftsmöglichkeiten für das eigene Unternehmen ergründet sowie wichtige persönliche Kontakte vor Ort geknüpft werden. Interessierte Unternehmen können sich bis zum 10. Februar 2018 bei dem unten angegebenen Kontakt anmelden.