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01.12.2017

Zivile Sicherheitstechnologien und –dienstleistungen in Uganda und Ruanda

Markterkundungsreise bietet Übersicht über Geschäftschancen

(BMWi) - Im Rahmen der Exportinitiative Zivile Sicherheitstechnologien und –Dienstleistungen des Bundesministeriums für Wirt-schaft und Energie (BMWi) organisiert die AHK Services Eastern Africa Ltd., eine Gesellschaft der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kenia (AHK Kenia) vom 28. Mai bis 1. Juni 2018 in Zusammenarbeit mit dem Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft e.V. eine Markterkundungsreise nach Uganda und Ruanda.

Die Reise richtet sich an deutsche KMU aus der Branche der zivilen Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen. Die Markterkundungsreise ist Bestandteil der Exportinitiative "Zivile Sicherheitstechnologien und –dienstleistungen" und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt.

Für Uganda wurden für 2017 und 2018 reale Investitionssteigerungen von 7,0% bzw. 5,8% prognostiziert und das Land weist seit Jahren stabile Wachstumsraten von durchschnittlich ca. 5 bis 6% p.a. auf. Ruanda hat in den letzten Jahren einen wahren Entwicklungsschub erlebt; zwischen 2001 und 2015 betrug laut Weltbank das durchschnittliche Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts 8,0%. Eine liberale Wirtschaftsordnung sowie die Integration in die Ostafrikanische Gemeinschaft (East African Community - EAC) ziehen darüber hinaus verstärkt multinationale Unternehmen in beide Länder.

Geschäftschancen wie z.B. die Etablierung von Geschäftspartnern für die Distribution deutscher Produkte sowie auch die Möglichkeit des direkten Wettbewerbseinstiegs ergeben sich für deutsche Unternehmen in beiden Ländern gerade auch im Bereich der zivilen Sicherheitstechnologien und - dienstleistungen, einem zunehmend wichtigen und besonders dynamisch wachsenden Markt in der Region. Im Vorjahr wurde im Rahmen dieser Exportinitiative bereits eine Ge-schäftsanbahnungsreise für deutsche Unternehmen in die benachbarten Länder Kenia und Tansania durchgeführt, wel-che die erheblichen Potenziale in diesem Marktsegment für die Region deutlich werden ließ. Obwohl der Sicher-heitssektor in Uganda und Ruanda reguliert ist, bleibt er dennoch relativ offen für Investoren aus dem In- und Ausland. Der Markt der Sicherheitsindustrie ist vergleichsweise groß, allein die öffentlichen Ausgaben belaufen sich auf rund sieben bis zehn Prozent des Staatshaushaltes.

Während in den letzten Jahren vor allem kenianische Firmen in Uganda und Ruanda tätig waren, steigt die Bedeutung heimischer Firmen stark an. Für die deutschen Unternehmen bestehen Geschäftspotenziale in den Bereichen Sicherungs- und Überwachungssysteme an Flughäfen, Verkehrs- und Personenkontrolle sowie digitale Sicherungen von Identifizierungsverfahren, Sicherheitssoftware sowie Schutz von Serveranlagen. Im öffentlichen Bereich wächst der Bedarf an elektronischen Zugangskontrollen, Spezialausrüstungen, Meldesystemen, Mess- und Kontrollgeräte für die Energie- und Informationsübertragung.

Das fünftägige Programm umfasst Fachkonferenzen, Briefings, Unternehmens- und Behördenbesuche sowie Netzwerk-veranstaltungen. So erhalten die Teilnehmer mitunter während der Informationsveranstaltung branchen- bzw. themen-spezifische Informationen zu den Märkten hinsichtlich politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen, konkreter Marktchancen, künftiger Marktentwicklungen, technischer und logistischer Voraussetzungen und Verfahren, kulturspe-zifischer Besonderheiten etc. aus erster Hand durch deutsche und einheimische Experten sowie Multiplikatoren. Zudem werden für die Teilnehmer im Vorfeld abgestimmte Gesprächstermine mit potenziellen Kunden und Vertriebspartnern vor Ort koordiniert und begleitet. Zur Vorbereitung der Reise werden den Teilnehmern eine detaillierte Zielmarktanalyse und individuelle Kompaktinformationen zum Zielmarkt bereitgestellt.

Die Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fach-bezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister mit Geschäftsbetrieb in Deutschland (Unternehmen) aus den Bereichen zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen. Teilnahmeberechtigt sind mindestens zehn und maximal zwanzig deutsche, vorzugsweise kleine und mittlere Unternehmen.

Für die Teilnahme an der Markterkundung fällt ein Eigenanteil an. Dieser wird sowohl in Abhängigkeit des Jahresum-satzes als auch an der Anzahl der Mitarbeiter gemessen:

  • 500,00 Euro (netto) für Teilnehmer mit weniger als einer Million Euro Jahresumsatz und weniger als zehn Mitarbeitern.
  • 750,00 Euro (netto) für Teilnehmer mit weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitern.
  • 1.000,00 Euro (netto) für Teilnehmer ab 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder mehr als 500 Mitarbeitern.

Darüber hinaus trägt jedes teilnehmende Unternehmen die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten selbst. Bei der Markterkundung handelt es sich um eine Fördermaßnahme, die den De-minimis-Regelungen unterliegt.

Eine ausführliche Programmbeschreibung für die Reise ist über die Projektpartner unter www.kenia.ahk.de und www.afrikaverein.de oder im Infoletter verfügbar.

Weitere Informationen

Kontakt

Chris Wegner

Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kenia

‎+254 20 663 3 106

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Kontakt

Asmau Nitardy

Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V.

‎(030) 20 60 719 - 40

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