Über das Programm

Mit dem "Markterschließungsprogramm für KMU" (MEP) fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei ihrem Einstieg in ausländische Märkte.

Das MEP bedient branchenübergreifend wichtige Zukunftsthemen wie z.B. Umwelttechnologien, zivile Sicherheit und Gesundheitswirtschaft sowie traditionelle Bereiche der deutschen Wirtschaft wie Maschinen-und Anlagenbau, Automobilindustrie und Bauwirtschaft. Siehe alle Branchen hier.

Die geförderten Projekte sind am Bedarf der Wirtschaft ausgerichtet und themen- sowie länderspezifisch aufbereitet und angepasst.

Unternehmen erhalten durch die Teilnahme an Projekten Marktinformationen aus erster Hand zum Zielmarkt und der Branche, können Kontaktnetzwerke auf- und ausbauen, im Rahmen von Auslandsreisen potenzielle Geschäftspartner vor Ort treffen und Referenzprojekte kennenlernen.

Das MEP wird von der Geschäftsstelle in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und dem BMWi umgesetzt.

Zahlen und Fakten

Projektformate

Geschäftsanbahnung
Im Zielmarkt, für Einstieg/Erweiterung des Auslandsgeschäfts

Die Geschäftsanbahnung umfasst eine Unternehmerreise mit lokaler Präsentationsveranstaltung, bei der die teilnehmenden deutschen Firmen ihre Produkte, Technologien und möglichen Kooperationsfelder vorstellen können. Weitere Kernelemente des Projektes bestehen in der Organisation von Einzelgesprächen, die mit potenziellen Geschäftspartnern vor Ort stattfinden, und der Erstellung einer umfangreichen Zielmarktanalyse. Schwerpunkt ist die konkrete Geschäftsanbahnung zwischen in- und ausländischen Unternehmen.
Die Reisedauer beträgt 3-5 Tage.

Markterkundung
Im Zielmarkt, für Einstieg in entstehende Märkte oder Marktsegmente

Die Markterkundung stellt eine Unternehmerreise dar, deren Ziele in der Sondierung von Geschäftschancen und im Aufbau eines Netzwerks in schwierigen oder neuen Märkten liegen. Hauptelemente sind die Erstellung einer Zielmarktanalyse, Veranstaltung im Ausland, Kontakte mit Behörden, öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen sowie Standort- und Projektbesichtigungen. Dieses Modul kann mit einem Messebesuch o.ä. Veranstaltung verbunden werden.

Informationsveranstaltung
In Deutschland, Informationen über neue Märkte oder neue Marktsegmente

Die Informationsveranstaltung ist eine eintägige in Deutschland organisierte Veranstaltung, die auf neue Märkte und Exporteinsteiger ausgerichtet ist. Experten mit Zielland-Know-how informieren über allgemeine und rechtliche Rahmenbedingungen, zur konkreten Marktsituation und Marktchancen, Trends und Handelsbedingungen. Die Veranstaltungsdauer beträgt ca. 5-8 Stunden.

Leistungsschau
Im Zielmarkt, Ausbau des Auslandsgeschäfts

Die Leistungsschau bietet deutschen Unternehmen die Möglichkeit im Zielland während einem Symposium Produkte, Dienstleistungen und mögliche Kooperationsfelder sowie Problemlösungsbeispiele dem ausländischem Fachpublikum vorzustellen. Geeignete Experten informieren zudem über die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Branche in Deutschland. Es soll verdeutlicht werden, dass deutsche Hersteller gesamte Wertschöpfungsketten abdecken können. Vorbereitete Gespräche zwischen deutschen und ausländischen Teilnehmern sowie Kontakte zu wichtigen Akteuren sind Bestandteil der Veranstaltung. Die Vorstellung von Objekt- und Referenzbesuchen und ein Projektmagazin in Landessprache runden das Programm ab. Im Vorfeld erhalten die Teilnehmer eine Zielmarktanalyse.  

Informationsreise für Einkäufer und Multiplikatoren
Nach Deutschland, für ausgewählte Branchen und Themen

Während der Informationsreise für ausländische Einkäufer und Multiplikatoren können sich ausländische Entscheidungsträger über Technologien und Know-How in Deutschland informieren und Referenzprojekte besuchen. Die Teilnehmer, von denen bereits im Vorfeld bekannt sein sollte, dass sie konkrete Einkaufsabsichten oder entsprechenden Informationsbedarf haben, reisen für 3-4 Tage nach Deutschland mit dem Ziel deutsche Produkte, Technologien und Dienstleistungen kennenzulernen. Das in Deutschland erworbene Wissen soll anschließend in ihrem Heimatland verbreitet werden. Für die deutschen Unternehmen besteht die Möglichkeit erste Kontakte zu knüpfen. Hier ist auch ein Besuch einer deutschen Leitmesse der entsprechenden Fachrichtung sinnvoll.

Wer kann am MEP teilnehmen?

Teilnehmen können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Firmensitz in Deutschland und Interesse ihr Auslandsgeschäft auf- oder auszubauen. Auch Großunternehmen können sich für eine Projektteilnahme bewerben. Grundsätzlich gilt, dass mindestens 50% der teilnehmenden Unternehmen KMU sein müssen und Vorrang vor Großunternehmen haben.

Im Rahmen der Anmeldung werden vom Durchführer die Umsatz- und Mitarbeiterzahlen von allen teilnehmenden Unternehmen erhoben.

Für alle Unternehmen werden die individuellen Leistungen in Anwendung der De-minimis-Verordnung der EU bescheinigt. Die Kosten für die förderungsrelevanten Beratungsleistungen werden nur dann vom Unternehmen selbst getragen werden, wenn die EU-Freigrenze für De-minimis (200.000 Euro in drei aufeinanderfolgenden Steuerjahren) bereits ausgeschöpft wurde. Für die geförderte Teilnahme ist mit der Anmeldung eine De-minimis-Erklärung über die Nichtausschöpfung der Freigrenze von dem Unternehmen beim Durchführer abzugeben.

Verfahren im MEP

Die Projekte im MEP sind am Bedarf der deutschen Wirtschaft ausgerichtet. Projektideen werden von den Akteuren der deutschen Außenwirtschaft (Botschaften, Auslandshandelskammern und Germany Trade & Invest), Fachverbänden sowie Fach- und Länderreferaten des BMWi eingereicht und in einem mehrstufigen Bewertungsverfahren ausgewählt. Der MEP-Strategiebeirat stellt sicher, dass die Projekte praxisnah sind und den tatsächlichen Bedarf der Wirtschaft im In- und Ausland widerspiegeln.

Über öffentliche EU-weite Ausschreibungen, werden professionelle und sachkundige Durchführer gemeinsam mit einem Partner im Zielland oder Deutschland für die Umsetzung der Projekte beauftragt. Über die Durchführer erfolgt die Anmeldung der Unternehmen, sowie die Organisation und Umsetzung des Projektes im Zielland oder Deutschland. Für eine erfolgreiche Umsetzung steht die Geschäftsstelle während der gesamten Vorbereitungszeit mit den Organisatoren im Kontakt.

Stakeholder

BMWi
Mit dem Markterschließungsprogramm unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unter der Dachmarke "Mittelstand global" kleine und mittlere Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte im Ausland. Das BMWi steuert die inhaltliche Ausrichtung und finanziert das Förderinstrument.

Strategiebeirat
Der Strategiebeirat setzt sich aus Dach- und Branchenverbänden, den Akteuren der deutschen Außenwirtschaftsförderung, BMWi und BAFA zusammen und bildet das Gremium zur strategischen Ausrichtung der Maßnahmen.

Geschäftsstelle
Für die Steuerung der operativen Umsetzung der Maßnahmen ist eine Geschäftsstelle zuständig. Sie steht im ständigen Kontakt mit den Durchführern und sichert somit eine reibungslose und qualitativ hochwertige Abwicklung der Projekte. Zudem fungiert sie als Bindeglied zwischen BMWi, Durchführen, BAFA und Strategiebeirat.

BAFA
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist für die administrative Abwicklung der Projekte zuständig. Ausschreibungen der Projekte und die Beauftragung der Durchführer werden über das BAFA abgewickelt.

Exportinitiative Umwelttechnologien
Mit der Exportinitiative Umwelttechnologien unterstützt das BMWi Unternehmen mit einer speziellen umwelttechnologischen Produktpalette dabei, neue Märkte im Ausland zu erschließen. Im Fokus stehen besonders Produkte oder Dienstleistungen aus den Bereichen nachhaltige Wasserwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Luftreinhaltung bzw. Lärm und nachhaltige Mobilität. Die Exportinitiative nutzt das MEP als Plattform zur Projektumsetztung.

Exportinitiative zivile Sicherheitstechnologien und Dienstleistungen
Die Exportinitiative unterstützt gezielt den deutschen Mittelstand der Branche für zivile Sicherheitswirtschaft um im internationalen Wettbewerb gestärkt zu werden. Projekte der Exportinitiative zivile Sicherheitstechnologien sind Bestandteil des Markterschließungsprogramms.

Durchführer
Die Durchführer im MEP sind kompetente Dienstleister und setzten die Projekte nach qualitativen Standarts des BMWi-Markterschließungsprogramm um. Sie stehen im direkten Kontakt zu den teilnehmenden Unternehmen und verfügen über ein professionelles Partner-Netzwerk im Zielland und in Deutschland. Zu unseren Durchführern gehören AHK's, Ländervereine sowie erfahrene Beratungsunternehmen.

Projektübersicht

Hier finden Sie die für Ihr Unternehmen passenden Projekte.

Projektübersicht 2018 als pdf-Download
Projektübersicht 2019 als pdf-Download

Setzten Sie sich zur Teilnahme an den Maßnahmen mit dem angegebenen Ansprechpartner in Verbindung. Dort erfahren Sie sämtliche Projektdetails und erhalten die relevanten Anmeldeunterlagen.

Kontakt zum MEP

Geschäftsstelle Markterschließung für KMU
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
c/o Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Villemombler Straße 76, 53123 Bonn
Tel.: +49 (0)228 99615 2541
E-Mail: markterschliessung@bmwi.bund.de

Referat 414 - Außenwirtschaft, Messen
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Frankfurter Straße 29-35, 65760 Eschborn
Tel.: +49 (0)6196 908 2670
E-Mail: mep@bafa.bund.de