(BMWi) - Im Rahmen des Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wird vom 07. - 10. September 2020 eine Informationsreise für spanische Einkäufer und Multiplikatoren der Exportinitiative Umwelttechnologien des BMWi zum Thema Abfallwirtschaft und Recycling nach Deutschland durchgeführt.

Die Informationsreise ist eine projektbezogene Fördermaßnahme und wird im Auftrag des BMWi von dem Berliner Beratungsunternehmen energiewaechter GmbH, in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Handelskammer für Spanien (AHK) organisiert. Die Delegation wird sich während des Aufenthalts in Deutschland über die Leistungsfähigkeit der deutschen Branche und über das Angebot deutscher Unternehmen rund um das Thema Abfallsammlung, -trennung und Wiederaufbereitung informieren, um in ihren Ländern Kauf- und/oder Kooperationsentscheidungen anzuregen. Dazu werden Informationsveranstaltungen, Unternehmensbesuche sowie Vor-Ort-Besichtigungen durchgeführt. Auch der geführte Besuch der IFAT - Weltleitmesse für Umwelttechnologien in München wird in das Programm eingebunden. Die Teilnehmer aus Deutschland sollen mehrheitlich KMU sein.

Der spanische Markt für Technologien und Dienstleistungen im Bereich Abfallwirtschaft und Recycling wächst und wird stimuliert von neuen gesetzlichen Vorgaben und Regierungsplänen zum Abfallmanagement, der Kreislaufwirtschaft und dem Recycling. Spaniens positive Wirtschaftsentwicklung spiegelt sich auch in der Abfallwirtschaft wider. Der Umsatz der Abfallwirtschaft stieg 2016 um 6,6% auf 16,1 Mrd. €, die Anlageinvestitionen in der Abfallindustrie um 3,4%, auf 420,2 Mio. €.

Die neuen gesetzlichen Regulierungen und Maßnahmenpläne, die auch der Umsetzung der EU-Richtlinien dienen, beziehen sich vor allem auf die Erhöhung der Quoten für getrennte Sammlung von Abfällen (v.a. Bioabfall, Textilien, gefährliche Haushaltsabfälle), die Verringerung des organischen Anteils beim Siedlungsmüllaufkommen sowie auf Recycling und Wiederverwertung von Primär- und Sekundärrohstoffen. Aktuell werden mehr als die Hälfte der Siedlungsabfälle in Spanien noch in Deponien gelagert (57%), EU-28-weit liegt der Wert bei nur 24%. Die Recycling-/Kompostierquote liegt folglich auch nur bei 30%. Die EU-Vorgaben für 2020 liegen bei 50% Recycling, bis 2030 noch höher. Obwohl es Fortschritte bei der Mülltrennung der Haushalte gibt, werden spanienweit bisher nur 18% getrennt gesammelt. Organische Abfälle landen meist in der Reststofftonne. Die getrennte Sammlung von organischem Hausmüll ist bisher nur auf regionaler (z.B. Katalonien und Baskenland, zunehmend auch Madrid) oder lokaler Ebene implementiert. Zu den gesetzlichen Maβnahmen gehören u.a. der staatliche Rahmenplan zum Abfallmanagement PEMAR 2016-2022: Dieser sieht die verpflichtende Getrenntsammlung der Biofraktion vor Ende 2020 für Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern, für kleinere bis Ende 2023 vor. Weiterhin die Pflicht zur getrennten Sammlung von Textilien und gefährlichen Haushaltsabfällen vor Ende 2024. Langfristiges Ziel des Plans ist es, das Abfallaufkommen im Rahmen der Kreislaufwirtschaft umfassend zu reduzieren.

Im Vordergrund des Projektes steht, Geschäftspartnerschaften und Kooperationen zwischen der spanischen Zielgruppe und deutschen Unternehmen, Verbänden und Forschungsinstitutionen zu initiieren. Hierzu wird sich die Delegation mit einer Vielzahl von Know-how-Trägern aus der deutschen Wirtschaft treffen. Unternehmensvertreter aus Deutschland haben die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen sowie Referenzprojekte vorzustellen und Geschäftskontakte mit den Delegationsteilnehmern aufzubauen.

Sollten Sie Interesse am Kontakt und Austausch mit den spanischen Delegationsteilnehmern haben sind Sie eingeladen, an einer fachbezogenen Informations- und Präsentationsveranstaltung am 07. September in München teilzunehmen.

Die ausländischen und deutschen Teilnehmer tragen ihre individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten selbst. Darüber hinaus fallen keine weiteren Teilnehmergebühren an.

Der Anmeldeschluss ist der 14.08.2020.

Es besteht die Möglichkeit eines Empfangs der Delegation in Ihrem Unternehmen, auf Ihrem Messestand oder bei einer Referenz im Großraum München & Oberbayern. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die energiewaechter GmbH.

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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