(BMWi) - Vom 15. bis 19. Juni 2020 führt die Commit Project Partners GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Markterkundungsreise zum Thema ,,Abfallwirtschaft und Recycling“ in Georgien durch. Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Wirtschaftsvereinigung (DWV), dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (BVSE), dem Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) und der Geman RETech Partnership.

Georgiens Wirtschaft weist seit 2017 eine positive Entwicklung auf. Das Land gilt als Top-Reformer. Die erfolgreiche wirtschaftliche Liberalisierung wirkt vor für ausländische Investoren attraktiv. Georgien erreichte 2018 ein BIP von 16,2 Mrd. USD. Seit 2017 steigt das Bruttoinlandsprodukt jährlich durchschnittlich um 4,7 % und wird in 2020 voraussichtlich einen Zuwachs von 4,8 % erzielen.

In Georgien entstehen jährlich im Schnitt 900.000 Tonnen Abfall, wovon geschätzte 75 % auf Mülldeponien (ca. 700.000 t) landen. Insgesamt befinden sich in der südkaukasischen Republik 56 Mülldeponien (Stand 2016), wovon lediglich fünf als umweltverträglich eingestuft wurden. Seit die staatliche Solid Waste Management Company landesweit die Organisation aller Deponien mit Ausnahme von jenen in Tiflis und Adjara im Jahr 2013 übernommen hat, wurden 23 Halden geschlossen und die verbleibenden 31 umfassend saniert. Langfristig sollen die georgischen Deponien den europäischen Standards entsprechen. Außerdem strebt die georgische Regierung langfristig an weniger Müll zu produzieren, ein effektives Abfallmanagement zu entwickeln, das Recycling zu verbessern sowie Menschen und Umwelt vor schädlichem Abfall besser zu schützen.

Ziel der Markterkundung ist es, deutschen Unternehmen aus dem Bereich Abfallwirtschaft und Recycling eine umfassende und realistische Einschätzung des Zielmarktes zu ermöglichen, um eine eigene Geschäftstätigkeit vorzubereiten oder auszubauen. Hierfür erhalten die Teilnehmer vor Beginn der Geschäftsreise eine Zielmarktanalyse, die das Verständnis für die Bedürfnisse und aktuellen Herausforderungen der lokalen Wirtschaft fördert. Darüber hinaus finden Treffen mit lokalen Behörden und Entscheidungsträgern statt.

Zentrales Element sind die für die Unternehmen vorab individuell vorbereiteten branchen- bzw. themenspezifische Geschäftsgespräche sowie Besichtigungen von Projektvorhaben und Unternehmen in Tiflis. Die Zielgruppe dieser Maßnahme sind KMU, Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie wirtschaftsnahe Dienstleister mit Geschäftsbetrieb in Deutschland.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten tragen die Unternehmen selbst.

Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Anmeldungen sind bis zum 13. März 2020 möglich. KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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