(BMWi) - Vom 7. bis 11. Dezember 2020 führt die Commit Project Partners GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Digitale Markterkundungsreise zum Thema ,,Abfallwirtschaft und Recycling“ in Georgien durch. Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Wirtschaftsvereinigung (DWV), dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (BVSE), dem Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) und der German RETech Partnership. Die Delegation wird von einem Vertreter des BMWi geleitet.

Die aktuelle Situation und die Auswirkungen der globalen Corona-Krise lassen eine physische Durchführung vor Ort nicht zu. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittelständische deutsche Unternehmen (KMU).

In Georgien entstehen jährlich im Schnitt 900.000 Tonnen Abfall, wovon geschätzte 75 % auf Mülldeponien (ca. 700.000 t) landen. Insgesamt befinden sich in der südkaukasischen Republik 56 Mülldeponien (Stand 2016), wovon lediglich fünf als umweltverträglich eingestuft wurden. Seit die staatliche Solid Waste Management Company landesweit die Organisation aller Deponien mit Ausnahme von jenen in Tiflis und Adjara im Jahr 2013 übernommen hat, wurden 23 Halden geschlossen und die verbleibenden 31 umfassend saniert. Langfristig sollen die georgischen Deponien den europäischen Standards entsprechen. Außerdem strebt die georgische Regierung langfristig an weniger Müll zu produzieren, ein effektives Abfallmanagement zu entwickeln, das Recycling zu verbessern sowie Menschen und Umwelt vor schädlichem Abfall besser zu schützen.

Ziel der Digitale Markterkundung ist es, deutschen Unternehmen aus dem Bereich Abfallwirtschaft und Recycling eine umfassende und realistische Einschätzung des Zielmarktes zu ermöglichen, um eine eigene Geschäftstätigkeit vorzubereiten oder auszubauen. Hierfür erhalten die Teilnehmer vor Beginn der Geschäftsreise eine Zielmarktanalyse, die das Verständnis für die Bedürfnisse und aktuellen Herausforderungen der lokalen Wirtschaft fördert. Darüber hinaus finden Online - Treffen mit lokalen Behörden und Entscheidungsträgern statt.

Vorab werden Testverbindungen mit den Teilnehmern durchgeführt, wo die Teilnehmer technische Beratung bei der Arbeit mit der Online-Plattform erhalten.

Zentrales Element sind die für die Unternehmen vorab vorbereiteten individuellen online Kontaktgespräche mit georgischen Geschäftspartnern sowie Besichtigungen von Projektvorhaben und Unternehmen in Tiflis. Die Zielgruppe dieser Maßnahme sind KMU, Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie wirtschaftsnahe Dienstleister mit Geschäftsbetrieb in Deutschland.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme an dem virtuellen Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 250 und 500 EUR (netto).

Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Anmeldungen sind bis zum 16. Oktober 2020 möglich. KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.