(GTAI) - Nach dem Produktionseinbruch 2020 um 31,6 Prozent prognostizierte der Herstellerverband Anfavea für dieses Jahr einen Zuwachs um 25 Prozent auf 2,5 Millionen Fahrzeuge. Im Export erwartete Anfavea nur ein Wachstum um 9 Prozent. Damit würde der Sektor immer noch 14 Prozent weniger erzeugen als im Vorkrisenjahr 2019. Diese Schätzungen veröffentlichte Anfavea am 8. Januar 2021.

Drei Tage später sorgte Ford mit der Nachricht des Rückzugs aus Brasilien für Schlagzeilen. Nach der Schließung des Lkw-Werks in São Bernardo do Campo (São Paulo) 2019 stellt der US-Konzern nun auch den Betrieb der drei Werke in Taubaté (São Paulo), Camaçari (Bahia) und Horizonte (Ceará) ein. Für 2021 plante Ford in Brasilien die Fertigung von etwa 150.000 Fahrzeugen. Große Autovermietungen, die Großlieferungen einplanten, müssen umdisponieren. Konkurrenzmodelle dürften jedoch die Lücken, die Ford Ka, Ka Sedan und EcoSport am brasilianischen Markt hinterlassen, füllen und den Marktanteil von Ford relativ schnell mindern.

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