(ZVEI) - Im April 2020 brachen die Exporte der deutschen Elektroindustrie um ein Fünftel gegenüber Vorjahr auf 13,5 Milliarden Euro ein. „Einen derart schweren Rückschlag hatten wir zuletzt als Folge der Finanzkrise im ersten Halbjahr 2009“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Immerhin war das Minus gut zehn Prozentpunkte kleiner als bei den gesamtwirtschaftlichen Lieferungen.“ In den gesamten ersten vier Monaten dieses Jahres kamen die aggregierten Branchenausfuhren auf 66,7 Milliarden Euro, womit sie um 6,2 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum lagen.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland gingen im April ebenfalls stark zurück. Sie gaben um 16,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf 12,9 Milliarden Euro nach. Von Januar bis April 2020 fielen sie im Vergleich zu 2019 insgesamt um 6,7 Prozent auf 60,9 Milliarden Euro.

Die deutschen Elektroexporte in die Länder der Eurozone schrumpften im April überproportional stark. Sie sackten um 29,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 3,7 Milliarden Euro ab. Die Lieferungen nach Frankreich fielen hier um 42,0 Prozent auf 624 Millionen Euro, die nach Belgien um 36,8 Prozent auf 287 Millionen Euro. Die Exporte nach Spanien und Italien gaben um 34,0 Prozent auf 335 Millionen Euro bzw. 28,3 Prozent auf 565 Millionen Euro nach. Im Ausfuhrgeschäft mit Österreich belief sich das Minus im April auf 16,5 Prozent (auf 578 Mio. €). Ähnlich rückläufig waren die Lieferungen in die Niederlande (- 16,0% auf 722 Mio. €).

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