(BMWi) - Vom 08. bis 11. März 2021 führt MENA Business GmbH in Kooperation mit der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer (AHK Ägypten), der Amman Chamber of Industry und mit Unterstützung des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und TeleTrusT – Bundesverband IT-Sicherheit - im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), das Projekt Digitale Geschäftsanbahnung Jordanien durch.

Die aktuelle Situation und die Auswirkungen der globalen Corona-Krise lassen eine physische Durchführung vor Ort nicht zu. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative „Zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen“ des BMWi und wird im Rahmen des BMWi Markterschließungspro-gramms für KMU durchgeführt.

Ziel der Geschäftsanbahnung ist es, deutschen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Einstieg in den jordanischen Markt zu erleichtern und zu weiteren Erfolgen in ihrer Exporttätigkeit zu führen.

Das viertägige Programm der Geschäftsanbahnung umfasst digitale Präsentationsveranstaltungen und das Briefing, die Wahrnehmung von individuellen Geschäftskontakten, virtuelle Unternehmens- und Behördenbesuche sowie digitale Netzwerkveranstaltungen. Die Teilnehmer erhalten durch deutsche Institutionen (Botschaft, KfW, AHK, etc.) branchen- bzw. themenspezifische Informationen zum Markt hinsichtlich politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen, Wirtschaftsinformationen sowie künftiger Marktentwicklungen, kulturspezifischer Besonderheiten etc. aus erster Hand.

Im Mittelpunkt stehen für die Teilnehmer im Vorfeld abgestimmte, individuelle Gesprächstermine mit potenziellen Kunden und Partnern in digitaler Form. Zur Vorbereitung werden den Teilnehmern eine detaillierte Zielmarktanalyse und individuelle Kompaktinformationen zum Zielmarkt zur Verfügung gestellt.

Bei einer digitalen Präsentationsveranstaltung haben die teilnehmenden deutschen Unternehmen die Möglichkeit, dem jordanischen Fachpublikum ihre Produkte und Dienstleistungen bzw. mögliche Kooperationsfelder vorzustellen sowie digitale individuelle Einzelgespräche und Gruppentermine mit einheimischen Unternehmen und Institutionen wahrzunehmen, um das Geschäftspotential zu ergründen und wichtige Kontakte knüpfen.

Der zivile Sicherheitsmarkt in Jordanien gliedert sich in vier Segmente: Sicherheitsausrüstung, persönliche Schutzausrüs-tung, Sicherheitsdienste und Brandschutz. Die meisten der hierfür benötigten Geräte werden importiert.

Ein neuer und schnell wachsender Markt im zivilen Sicherheitsbereich ist das Segment IKT-Sicherheit. Mit zunehmen-der Vernetzung von Geräten und Maschinen steigt auch die Nachfrage nach Sicherheitslösungen, um kritische Daten stärker vor ungewollten Zugriffen zu schützen.

Auf der kommerziellen Seite kann die Nachfrage nach ziviler Sicherheitsausrüstung auf drei Hauptbereiche beschränkt werden: Banken-, Wohn- und Gewerbebau sowie Tourismus (Hotels und Resorts). In diesen Bereichen, denen die jordanische Regierung zum Teil die höchste Sicherheitsstufe zugewiesen hat, besteht eine starke Nachfrage nach dem Import sowohl von Dienstleistungen (Sicherheitsberatung, Sicherheitskonzepte) als auch von hochpreisigen High-Tech-Geräten, wie elektronischen Zugangskontrollsystemen.

Die lokale Marktnachfrage wird von spezialisierten Handelsagenturen angetrieben und konzentriert sich derzeit auf folgende Segmente:

  1. Sicherheitssysteme,
  2. Finanzsektor / elektronische Sicherheit,
  3. Diebstahlsicherung,
  4. Öffentliche Sicherheit.

In Jordanien sind in den kommenden Jahren viele kommerzielle Wohn- und Gewerbeprojekte mit erheblichem Auftragsvolumen geplant, die entsprechende Sicherheitsausrüstungen erfordern. Im öffentlichen Sektor gibt es eine Vielzahl von Ausschreibungen. Hier sind vor allem die Bereiche Grenzsicherheit, Verkehrssteuerung, forensische Laboratorien und Notfall- und Katastrophenbefehlszentren zu nennen.

Jordanien nimmt COVID19 seit dem Beginn der globalen Pandemie im März 2020 sehr ernst und hat äußerst strenge Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie umgesetzt, die seit Juni langsam zur Wiederbelebung der Wirtschaft gelockert werden. Dank strenger Quarantänemaßnahmen für Personal des Logistikbereichs konnte der wichtige Außen- und Transithandel trotz Corona zu jeder Zeit aufrechterhalten werden.

Zur Unterstützung der jordanischen Wirtschaft sind umfangreiche staatliche und internationale finanzielle Hilfsmaßnahmen (z.B. von EU und IWF) über mehrere Mrd. Euro für die nächsten Jahre bereitgestellt worden.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme an dem virtuellen Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 250 und 500 EUR (netto).

Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister mit Geschäftsbetrieb in Deutschland (Unternehmen) aus den Berei-chen zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen. Teilnehmen können maximal 12 Unternehmen. Anmeldun-gen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben.

Interessierte Unternehmen können sich bis zum 11. Dezember 2020 anmelden.

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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