(BMWi) - Vom 05.10.2020 bis zum 09.10.2020 führt das Informationszentrum der Deutschen Wirtschaft (IZDW) der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Leistungsschau nach Russland durch.

Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Die aktuelle Situation und die Auswirkungen der globalen Corona-Krise lassen eine physische Durchführung vor Ort nicht zu. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Zur Teilnahme eingeladen sind Anbieter von Technologien und Ausrüstungen für die Entsorgung und Verarbeitung von Industrieabfällen. Ziel ist es Hersteller hochwertiger Technologien, Produkte und Dienstleistungen aus Deutschland beim Auf- und Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit in den Zielregionen Swerdlowsk und Tscheljabinsk zu unterstützen.

Die Regionen Swerdlowsk und Tscheljabinsk sind im Föderationskreis Ural führend in der Herstellung von metallurgischen und fertigen Metallprodukten. Vor Ort fallen ca. 45% der jährlichen Gesamtmenge an Industrieabfällen an, die in Russland erzeugt werden. Gleichzeitig liegt der Anteil der Abfallentsorgung bei lediglich 30%. Dabei können Aschen und Schlacken u.a. bei der metallurgischen Produktion als sekundäre Ressourcen fungieren.
Auf das Gebiet Swerdlowsk entfällt knapp die Hälfte der gesamten Industrieproduktion der Russischen Föderation. Des verarbeitenden Sektors dominiert mit 48% die Metallindustrie. Insgesamt zählt die Region mehr als 1.500 schadstoffemittierende Industriebetriebe. Am stärksten wird die Umwelt durch die Hüttenproduktion und die Wärmeenergieerzeugung belastet. Das Gebiet Tscheljabinsk gilt als das „stählerne Herz“ Russlands. Mehr als 60% des Gesamtvolumens der Industrieproduktion stammen aus dem Stahlsektor. Das Gebiet zählt zu den am meisten verschmutzten Industrieregionen Russlands.

Ziel des Programms ist die Vermittlung direkter Geschäftskontakte mit möglichen Kunden und Geschäftspartnern in den Zielregionen. Schwerpunkt der digitalen Leistungsschau ist die Online-Präsentationsveranstaltung „Deutsche Technologien und Lösungen im Umgang mit Industrieabfällen”. In diesem Rahmen haben die Delegationsteilnehmer die Möglichkeit sich mit einer Präsentation dem Fachpublikum vorzustellen. Abgerundet wird das Programm durch Online-Treffen mit wichtigen Multiplikatoren und Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft sowie virtuellen Besichtigungen von führenden Industrieunternehmen. Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmer detaillierte Markt- und Brancheninformationen in Form einer Zielmarktanalyse. Vorab werden Testverbindungen mit den Teilnehmern durchgeführt, wo die Teilnehmer technische Beratung bei der Arbeit mit der Online-Plattform erhalten.

Die digitale Geschäftsanbahnung unterliegt den De-Minimis Regelungen. Der Teilnehmerbeitrag liegt in Abhängigkeit von Umsatz und Mitarbeiterzahl des Unternehmens zwischen 250 und 500 Euro (Netto) und fällt damit bei einer digitalen Durchführung nur zur Hälfte an.
Zur Teilnahme eingeladen sind vorrangig deutsche KMU. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (max. 12 Teilnehmer).

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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