(DIHK) - Als eine "wesentliche Verbesserung des bilateralen Abkommens aus dem Jahr 2000" bewertet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) das überarbeitete Handelsabkommen zwischen Europa und Mexiko. Den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen hatte EU-Handelschef Phil Hogan am 28. April in Brüssel bekanntgegeben.

"Der lange Atem der EU hat sich gelohnt", kommentiert DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier den EU-Mexiko-Pakt. "Mit Mexiko konnte ein wichtiges Handelsabkommen gerade in den für die deutsche Wirtschaft relevanten Dienstleistungs- und Beschaffungsbereichen modernisiert werden." Die neue Vereinbarung deckt neben dem Warenhandel auch Sektoren wie Finanzen, E-Commerce und Landwirtschaft ab. Zudem ist es das erste Abkommen zwischen der EU und einem lateinamerikanischen Land, das auch Investitionen schützt.

Das klare Signal für mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit zeige, dass transatlantischer Handel auch positiv gestaltet werden könne, so der DIHK -Außenwirtschaftschef. "Mexiko ist das mit Abstand wichtigste Zielland deutscher Exporte nach Lateinamerika", sagt Treier zur Bedeutung des deutsch-mexikanischen Handels und fordert nun weitere Schritte: "Auch bei der Ratifizierung des wichtigen Mercosur Abkommens sollte Europa weiter am Ball bleiben. In Zeiten der Corona-Krise kann die EU so ihre Aktionsfähigkeit unter Beweis stellen und den international orientierten deutschen Unternehmen neue Marktchancen eröffnen."

2019 belief sich das deutsch-mexikanische Handelsvolumen laut DIHK auf 22,3 Milliarden Euro. Damit bleibt Mexiko wichtigstes Empfängerland von deutschen Exporten in Lateinamerika. In Mexiko sind 1.900 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung registriert. Neben wettbewerbsfähigen Fertigungskosten, günstiger geografischer Lage und guter Infrastruktur sind vor allem Mexikos Freihandelsabkommen mit mehr als 45 Ländern in den wichtigsten Weltmarkt-Regionen ein entscheidender Standortvorteil.

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