(BMWi) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert das Informationszentrum der Deutschen Wirtschaft (IZDW), Servicegesellschaft der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), vom 14.-16. September 2020, in Zusammenarbeit mit der Plattform Industrie 4.0 eine digitale Geschäftsanbahnung zum Thema Industrie 4.0/Russland. Die aktuelle Situation und die Auswirkungen der globalen Corona-Krise lassen eine physische Durchführung vor Ort nicht zu.

Zur Teilnahme eingeladen sind vorrangig kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU). Ziel der Geschäftsanbahnung ist es, deutsche Unternehmen beim Auf- und Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit in den Zielregionen Moskau, dem Moskauer Gebiet und der Republik Tatarstan zu unterstützen.

Russland steht an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution. Die Regierung möchte die Modernisierung des Industriesektors vorantreiben. Mit Hilfe von Industrie 4.0-Lösungen, Automatisierung und Robotik soll russischen Unternehmen der Anschluss an die Weltspitze gelingen. Bereits 2017 wurden von der russischen Regierung eine Reihe von Hightech-Initiativen gestartet, um die heimische Industrie zu modernisieren und international wettbewerbsfähiger zu gestalten. Ziel der Initiativen ist, heimische Unternehmen in Investitionen in die besten verfügbaren Technologien (BVT) und Industrie 4.0-Lösungen zu bewegen. Das Programm "Nationale Technologische Initiative" schafft dabei die notwendigen Rahmenbedingungen. Mit einer strategischen Roadmap unter der Bezeichnung "TechNet" wird die Einführung von fortschrittlichen Fertigungstechnologien und die Entwicklung von Fabriken der Zukunft (Smart Factories) unterstützt. Deutschland ist als Vorreiter bei Industrie 4.0 der bevorzugte Partner für Russland. Erste Projekte mit deutscher Beteiligung werden in den Zielregionen bereits realisiert. Unter anderem entwickelt Siemens für den russischen Nutzfahrzeughersteller KAMAZ aus Tatarstan Lösungen zur Automatisierung, zum Echtzeit-Monitoring und zur Steuerung der Produktion von elektro- und gasgetriebenen Fahrzeugen.

Ziel des Programms ist die Vermittlung direkter Geschäftskontakte mit möglichen Kunden und Geschäftspartnern in den Zielregionen. Schwerpunkt der Geschäftsanbahnung ist eine Präsentationsveranstaltung. In diesem Rahmen haben die Delegationsteilnehmer die Möglichkeit, sich mit einer Präsentation einem regionalen Fachpublikum vorzustellen. Abgerundet wird das Programm durch vorab organisierte Kontaktgespräche mit wichtigen Multiplikatoren und Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft sowie virtuellen Besichtigungen führender Industrieunternehmen. Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmer detaillierte Markt- und Brancheninformationen in Form einer Zielmarktanalyse.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme an dem digitalen Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 250 und 500 EUR (netto).

Anmeldeschluss ist der 15.07.2020.

Das detaillierte Programm und die Anmeldeunterlagen finden Sie zum Download auf der Internetseite der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer bzw. im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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