(BMWi) - enviacon international führt in Zusammenarbeit mit der AHK Nigeria vom 08. bis zum 11. November 2021 eine Geschäftsanbahnungsreise im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für deutsche Unternehmer aus dem Bereich Bauwirtschaft mit Fokus auf Leichtbau nach Nigeria durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.

Zielgruppe in Deutschland sind insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen. Im Rahmen der Maßnahme werden Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern vermittelt, die den Markteinstieg in die Zielregion erleichtern. Darüber hinaus informieren Marktexperten über Entwicklung, Rahmenbedingungen und Geschäftschancen in Nigeria. Das Projekt unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto).

Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Situation im Jahr 2020 verzeichnete der nigerianische Bausektor auch 2020 ein positives reales Wachstum. Die schnell wachsende Bevölkerung mit Wachstumsrate von über 2,5 % und die fortschreitende Verstädterung führen zu einer erhöhten Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere für die Bevölkerung mit niedrigeren Einkommen, sowie nach einer verlässlichen Infrastruktur innerhalb der Ballungsräume sowie zur Verbindung der verschiedenen Landesteile. Investitionen werden deshalb v. a. in den Bereichen Baustoffe und Immobilien getätigt. Schätzungen zufolge müssten pro Jahr 700.000 neue Wohneinheiten gebaut werden, wobei momentan nur 2.000 errichtet werden. Außerdem sind Investitionen von 3 Mrd. USD in die Infrastruktur notwendig. In Nigeria werden die meisten Gebäude noch mit herkömmlichen Materialien, wie Sandbetonblöcken, gebaut, die jedoch zunehmend teurer werden und einen hohen Energieverbrauch haben. Das Interesse an neuen innovativen Materialien, die Stabilität, Kosteneffizienz und einen geringeren Energieverbrauch versprechen, ist groß.

Der Sektor besteht aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und großen Unternehmen, wobei große internationale Firmen eine dominierende Rolle spielen. Die nigerianische Bundesregierung ist der größte Investor der Branche. Bis 2043 wird die Regierung 2,1 Mrd. USD (70 % der notwendigen 3 Mrd. USD) in den Infrastruktursektor investieren. Das Ausmaß der staatlichen Interaktionen innerhalb der Branche ist hauptsächlich auf Regulierungsbehörden, Käufer und Finanziers zurückzuführen. Zur Reduzierung des Wohnraumdefizits hat die Regierung zusätzliche Investitionen von 160 Mio. USD ab 2020 angekündigt.

Deutsche Unternehmen können aufgrund der langfristigen Planung der nigerianischen Regierung von einer konstanten und stabilen Nachfrage nach Bauleistungen rechnen. Ebenso kann von den weit verbreiteten öffentlichen-privaten Partnerschaften (PPP) bei den öffentlichen Bauprojekten profitiert werden. PPPs verzeichneten zwischen dem ersten Quartal 2019 und dem dritten Quartal 2020 eine durchschnittliche Wachstumsrate von 3,2 %. Dies wird auch in Zukunft zur Schaffung aufgrund der steigenden Nachfrage nach Dienstleistungen des verarbeitenden Gewerbes (insb. Metall-, Stahl- und Holzarbeiten) sowie angrenzenden Sektoren führen. Auch in diesen Bereichen haben deutsche Anbieter daher Geschäftschancen.

Anmeldeschluss für eine Teilnahme an der o. g. Geschäftsanbahnungsreise ist der 09.08.2021. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Unternehmen beschränkt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.
Weitere Informationen zu dem Projekt und zur Anmeldung finden sie hier.
Projektflyer (pdf)

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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