(BMWi) - Vom 28.09. bis zum 02.10.2020 führt die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Nordmazedonien (AHK Nordmazedonien) in Kooperation mit German Water Partnership e.V. (GWP) und der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer (AHK Serbien) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine Geschäftsanbahnungsreise nach Serbien und Nordmazedonien durch.

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durchgeführt. Das Programm richtet sich insbesondere an KMU, Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleistungsunternehmen mit Geschäftsbetrieb in Deutschland und entsprechenden Branchenschwerpunkten. Bei der Vergabe der Teilnehmerplätze wird KMU Vorrang gegenüber Großunternehmen eingeräumt.

Während des mehrtägigen Aufenthaltes lernen die Teilnehmer den Wirtschaftsstandort Serbien und Nordmazedonien näher kennen und treten in Kontakt mit relevanten Entscheidungsträgern und potenziellen Geschäftspartnern. Das Programm bietet einen umfassenden Überblick über das vielseitige Potenzial für Investitionen und Kooperationen und ermöglicht teilnehmenden deutschen Unternehmen den Einstieg in Geschäftsaktivitäten in Serbien und Nordmazedonien. Individuell organisierte B2B-Meetings bieten zudem eine einzigartige Gelegenheit, Geschäftsbeziehungen mit serbischen und nordmazedonischen Unternehmen zu initiieren sowie exklusive Informationen von Fachvertretern und Brancheninsidern zu erhalten.

Serbien will seinen Wassersektor in Folge der Bemühungen um einen EU-Beitritt umfassend modernisieren: Da die Hauptstadt Belgrad über keine Kläranlage verfügt, werden 90% aller Abwässer unbehandelt in die Flüsse geleitet. Bereits 2016 hat die Regierung Serbiens ein Strategieprogramm zur Wasserwirtschaft verabschiedet mit dem Ziel Management und Qualität von Wasser- und Gewässerschutz bis 2034 zu verbessern. Ein Kernelement dieser Strategie ist die nachhaltige Organisation der Abwasseraufbereitung in den Kommunen. Für Anbieter von Umwelttechnik ergeben sich daher mittelfristig gute Chancen im Rahmen von Ausschreibungen Ausrüstungen und Anlagen nach Serbien zu liefern. Auch im südlichen Nachbarland Nordmazedonien besteht erheblicher Investitionsbedarf bei Wasseraufbereitung sowie Wasser- und Abwassersystemen. Gemäß Investitionsplan sollen daher in den nächsten 21 Jahren 1,35 Mrd. Euro u.a. für den Bau von 120 Abwasserbehandlungsanlagen eingesetzt werden. Lösungen zur Reduzierung der Wasserverluste im Wasserversorgungsnetz sowie zur effizienteren Nutzung der vorhandenen Ressourcen können dazu beitragen den prognostizierten Rückgang der Niederschläge auszugleichen.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto).

Alle Teilnehmer erhalten Zugang zu einer branchenspezifischen Zielmarktanalyse, individuell für sie organisierte Termine mit potenziellen Geschäftspartnern und Kunden, sowie die Möglichkeit zur Produkt-/ Dienstleistungspräsentation vor Fachpublikum und Networking mit lokalen Ministerien und Fachverbänden.

Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 29. Mai 2020 möglich.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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