(BMWi) - Vom 06.-10. Juli 2020 führt SBS systems for business solutions, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Geschäftsanbahnungsreise nach Belarus durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt.

Die Metallerzeugung und -verarbeitung zählen in Belarus zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Die metallurgische Produktion und Produktion von Metallfertigprodukten stehen für 7 % des Ausstoßes der verarbeitenden Industrie. In Belarus gibt es über 1.400 metall-verarbeitende Unternehmen, deren Produktionsumfang insgesamt bei etwa 3 Mrd. Euro liegt. Rund 60% der Produkte gehen in den Export. Eine weitere wichtige Richtung der belarussischen Metallurgie ist die Pulvermetallurgie. Dies ist eine der effektivsten Möglichkeiten, neue vielversprechende Materialien zu schaffen und darauf basierende Produkte herzustellen.

Um angesichts der internationalen Ausrichtung wettbewerbsfähig zu bleiben, sind ständig Neuausrüstungen notwendig. Verstärkt wird dies dadurch, dass die Branche immer noch hinter den Indikatoren der Arbeitsproduktivität zurückbleibt und eine sehr hohe Kapazitätsauslastung aufweist. Investitionen in die Produktionsentwicklung sind daher besonders wichtig, was deutschen Technologie-Anbietern derzeit gute Marktchancen gibt. Ein aktuelles Beispiel der erfolgreichen Kooperation mit deutschen Unternehmen im Rahmen der Unterbranche stellt die Lieferung eines Metallverarbeitungsanlagenkomplexes durch SMS Group an das Walzwerk in der Stadt Miory (Belarus) dar. Das Werk wird neu zur Herstellung von Weißblech für die Lebensmittelverpackungs-industrie errichtet. Das gesamte Investitionsvolumen liegt bei über 200 Mio. Euro. Das Werk hat zunächst eine Jahreskapazität von 150.000 Tonnen, eine Erweiterung auf bis zu 240.000 Tonnen ist möglich. Die SMS Group stattet das neue Werk mit einer Reversierkaltwalzanlage, einer elektrolytischen Reinigungslinie, einer Haubenglühanlage, einer kombinierten zweigerüstigen Doppel-Reduzier- und Dressier-Walzanlage, sowie je einer Verpackungslinie für Blechpakete und Bunde aus. Die Walz- und Bandbehandlungs-anlagen werden mit X-Pact®-Automatisierung ausgestattet.

Das Angebot richtet sich vorwiegend an kleine und mittlere deutsche Unternehmen, Selbständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister. Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil zur Teilnahme beträgt je nach Unternehmensgröße zwischen 500 und 1.000 Euro netto zzgl. individueller Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten.

Die Anmeldung wird erbeten bis zum 31. Januar 2020. Die Berücksichtigung der Anmeldung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs, kleine Unternehmen haben Vorrang vor Großunternehmen.

Weitere Informationen zur Geschäftsanbahnung Belarus und zur Anmeldung unter www.german-tech.org bzw. im Projektflyer.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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