(EulerHermes) - Der Brexit ist längst eine unendliche Geschichte. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausscheidens der Briten aus der Europäischen Union (EU) ohne Handelsabkommen liegt nach Einschätzungen des weltweit führenden Kreditversicherers Euler Hermes bei inzwischen 45% – auch wenn die Experten in ihrer aktuellen Studie als wahrscheinlichstes Szenario weiterhin von einer Einigung in letzter Sekunde ausgehen.

Bis zu 15% der britischen Exporte in Gefahr – es drohen Einbußen von fast 14 Mrd. EUR
„Ein harter Ausstieg zusätzlich zur Covid-19-Pandemie und der sowieso schon schwierigen wirtschaftlichen Lage würde vor allem Großbritannien selbst sehr hart treffen“, sagt Ana Boata, Leiterin Makroökonomie bei der Euler Hermes Gruppe. „Für die Briten stehen bis zu 15% der Exporte in die EU (Volumen) und damit 13,7 Milliarden Euro (Mrd. EUR) auf dem Spiel. Zudem stünde bei einem harten Brexit 2021 ein weiterer Einbruch der britischen Wirtschaft ins Haus.“

Die Euler Hermes Volkswirte gehen bei einem harten Ausstieg für 2021 von einer erneuten Rezession von -5% beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus sowie von einer Inflation oberhalb von 5%, vor allem bedingt durch die mit +15% stark steigenden Preisen von Importen sowie die starke Abwertung des britischen Pfunds gegenüber dem Euro (-10%). Auch die Pleiten dürften in Großbritannien drastisch steigen.

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