(BMWi) - Vom 25.05.2020 bis zum 29.05.2020 führt das Informationszentrum der Deutschen Wirtschaft (IZDW) der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Leistungsschau nach Russland durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme.

Zur Teilnahme eingeladen sind Anbieter von Technologien und Ausrüstungen für die Entsorgung und Verarbeitung von Industrieabfällen. Ziel ist es Hersteller hochwertiger Technologien, Produkte und Dienstleistungen aus Deutschland beim Auf- und Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit in den Zielregionen Swerdlowsk und Tscheljabinsk zu unterstützen.

Die Regionen Swerdlowsk und Tscheljabinsk sind im Föderationskreis Ural führend in der Herstellung von metallurgischen und fertigen Metallprodukten. Vor Ort fallen ca. 45% der jährlichen Gesamtmenge an Industrieabfällen an, die in Russland erzeugt werden. Gleichzeitig liegt der Anteil der Abfallentsorgung bei lediglich 30%. Dabei können Aschen und Schlacken u.a. bei der metallurgischen Produktion als sekundäre Ressourcen fungieren.

Auf das Gebiet Swerdlowsk entfällt knapp die Hälfte der gesamten Industrieproduktion der Russischen Föderation. Des verarbeitenden Sektors dominiert mit 48% die Metallindustrie. Insgesamt zählt die Region mehr als 1.500 schadstoffemittierende Industriebetriebe. Am stärksten wird die Umwelt durch die Hüttenproduktion und die Wärmeenergieerzeugung belastet. Das Gebiet Tscheljabinsk gilt als das „stählerne Herz“ Russlands. Mehr als 60% des Gesamtvolumens der Industrieproduktion stammen aus dem Stahlsektor. Das Gebiet zählt zu den am meisten verschmutzten Industrieregionen Russlands. Besonders stark belastet sind die Städte Tscheljabinsk, Magnitogorsk und Karabasch. Die Umwelt vor Ort wird vor allem durch Schwermetalle verseucht. Darüber hinaus weisen Böden und Luft hohe Konzentrationen an Benzpyren, Quecksilber, Blei, Chrom und Mangan auf.

Ziel des Reiseprogramms ist die Vermittlung direkter Geschäftskontakte mit möglichen Kunden und Geschäftspartnern in den Zielregionen. Schwerpunkt der Reise ist eine Präsentationsveranstaltung in der Stadt Tscheljabinsk. In diesem Rahmen haben die Delegationsteilnehmer die Möglichkeit sich mit einer Präsentation einem regionalen Fachpublikum vorzustellen. Abgerundet wird das Programm durch Treffen mit wichtigen Multiplikatoren und Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft sowie Besichtigungen von führenden Industrieunternehmen. Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmer detaillierte Markt- und Brancheninformationen in Form einer Zielmarktanalyse.

Die Leistungsschau unterliegt den De-Minimis Regelungen. Der Teilnehmerbeitrag liegt in Abhängigkeit von Umsatz und Mitarbeiterzahl des Unternehmens zwischen 500 und 1000 Euro (Netto). Darüber hinaus werden die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten von den Teilnehmern selbst getragen.

Anmeldeschluss ist der 14.02.2020.

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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