(GTAI) - Mehr als 95 Prozent des indonesische Automobilmarktes wird von japanischen Marken abgedeckt, mit Toyota als Marktführer. Nippons Hersteller haben vor Ort ihre eigenen Zuliefernetzwerke. Die Montage, die vor allem in Fabriken in Westjava - am Rande des Großraums Jakarta - stattfindet, leisten aber mehrheitlich einheimische Partner, allen voran Astra.

Dieser indonesische Mischkonzern übernimmt das Assembly unter anderem für Toyota, Daihatsu und Isuzu. Auf Astra entfallen etwa 50 Prozent der landesweiten Produktion. Die meisten japanischen Modelle haben, so wie politisch gewollt, einen möglichst hohen Local-Content-Anteil (real ist dieser schwierig zu bestimmen). Der größte Teil der importierten Komponenten kommt aus Japan, Thailand und China.

Alle nicht-japanischen Hersteller fristen ein Nischendasein. Mercedes, BMW und Volkswagen dominieren das Luxussegment, haben aber gemeinsam nur einen Marktanteil von unter einem Prozent. Sie setzen Bausätze zusammen (CKD - Completely Knocked-Down). Seit 2017 versucht die chinesischen Marke Wuling mit vor Ort produzierten Mittelklasse-SUV eine Schneise in den Markt zu schlagen. Dafür wurde in Rekordzeit ein landesweites Händlernetz aufgebaut. Die Wuling-Modelle sind günstiger als die japanischen Konkurrenzmodelle. Wuling setzte 2019 respektable 22.000 Pkw ab und sichert sich damit bereits 2,2 Prozent des Retailmarktes (Markt für Privatpersonen).

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