(BMWi - Exportinitiative Energie) - Die polnische Regierung erweitert ihre Förderangebote für Erneuerbare-Energie-Projekte. Auch Energiespeichersysteme und Ladesäulen sind zukünftig förderfähig. Herstellern dieser Anlagen könnte das neue Geschäftschancen eröffnen.

Haushalte in Polen, die Ladesäulen für E-Fahrzeuge oder Energiespeicheranlagen auf ihrem Grundstück bauen, können sich ab Juli auf eine Förderung der polnischen Regierung bewerben. Das Förderprogramm „Moj Prad“ der Regierung geht in die dritte Runde. In den ersten beiden Phasen wurden nur Kosten für den Bau kleiner PV-Anlagen erstattet. Mit der Neuauflage ab Juli sind auch Energiespeicher und Ladesäulen förderfähig. Die Regierung erstattet Baukosten, die zwischen dem 1. Februar 2020 und dem 31. Dezember 2023 anfallen. Dafür müssen Haushalte ihre Rechnungen nach Abschluss der Baumaßnahme bei der Regierung einreichen. Einzelheiten sowie das erwartete Budget für das Programm will die zuständige Behörde in Kürze bekannt geben.

Von den Fördermöglichkeiten verspricht sich die Regierung eine steigende Nachfrage nach klimafreundlichen Energielösungen. Die kleinen PV-Anlagen, die im Rahmen der ersten beiden Förderphasen des Programms gebaut wurden, seien für den Großteil des Ausbaus der Solarstromerzeugung in Polen verantwortlich, zitiert das Fachmagazin PV-Magazine eine polnische Regulierungsbehörde. Die letzten beiden Förderrunden von „Moj Prad“ hatten zu einem Solarboom geführt: Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl dieser Anlagen in Polen um 300.000 – derzeit zählt Polen nahezu 500.000 Prosumenten. In der neuen Programmauflage soll der Eigenverbrauch der erzeugten Energie im Fokus stehen. Die Aufnahme von Ladesäulen und Energiespeichersystemen in das Fördersystem könnte dementsprechend auch für Hersteller solcher Anlagen einen positiven Nachfrageeffekt nach ihren Produkten bedeuten.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website der Exportinitiative Energie

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