(BMWi) - Vom 11.05.2020 bis zum 15.05.2020 führt die DREBERIS GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Geschäftsanbahnungsreise für deutsche Anbieter innovativer Technologien und Dienstleistungen nach Polen (Warschau, Krakau) durch.

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative „Zivile Sicherheitstechnologien und –dienstleistungen“ und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Das BMWi-Markterschließungsprogramm wird aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.
Die Reise wird von einem Vertreter des BMWi begleitet.

Ziel des Projektes ist es, deutsche Unternehmen im Zielmarkt beim Markteinstieg zu unterstützen. So werden im Rahmen der Reise Kontakte zu potentiellen Geschäftspartnern vermittelt, die den Markteinstieg in die Zielregionen erleichtern. Darüber hinaus informieren Marktexperten über Entwicklung, Rahmenbedingungen und Geschäftschancen des Zielmarktes. Ein spezieller Fokus der Reise liegt im Bereich der Alarm- und Sicherheitssysteme sowie IT-Sicherheit für das produzierende Gewerbe, kritische Infrastrukturen und Smart Cities.

Die Geschäftsanbahnungsreise richtet sich besonders an kleine und mittlere Anbieter von Produkten, Dienstleistungen und Lösungen zur ziviler Sicherheitstechnologie, u.a. im Bereich Alarmsysteme, Kritische Infrastrukturen, Smart-City und industrielle Automatisierung.

Aktuelle Entwicklungen auf dem polnischen Markt:
Polens Wirtschaft weist ein stabiles Wachstum auf (BIP-Wachstum 5,1 %, Stand: 2018), die Arbeitslosenquote befindet sich auf einem Dauertief und der inländische Konsum ist auf einem Rekordniveau. Aus diesen Gründen hat sich unter anderem der Immobilienmarkt sehr stark entwickelt und somit auch die Nachfrage nach Alarm- und Sicherheitssystemen für die private Verwendung.

Aber auch im öffentlichen Sektor sind Alarm- und Sicherheitssysteme ein wesentlicher Bestandteil der zivilen Sicherheit in Polen. Hier dominieren aktuell noch die preisgünstigen Produkte, die jedoch keinen Schutz vor Cyberkriminalität bieten. Das Bewusstsein dafür entwickelt sich allmählich in Polen, so dass auch qualitativ hochwertigere Lösungen gefragt sind. In diesem Bereich können sich die deutschen Unternehmen dank ihres guten Rufs hervorragend positionieren.

Das Thema Cybersicherheit spielt insbesondere in den drei nachfolgenden Schlüsselsektoren der polnischen Wirtschaft eine wichtige Rolle: Kritische Infrastrukturen, industrielle Automatisierung und Smart City. Der polnische Markt für Cybersicherheit erreichte 2018 einen Wert von 350 Mio. EUR (gegenüber 210 Mio. EUR im Jahr 2012), was ein enormes Wachstum bedeutet. Trotz der Kompetenz einheimischer Unternehmen auf dem Gebiet der IT besteht eine große Nachfrage nach ausländischen Cybersicherheitstechnologien.

Die gute Lage der polnischen Produktionswirtschaft auf der einen Seite sowie der Fachkräftemangel auf der anderen Seite, stimulieren die Entwicklung der Automatisierung und Robotisierung in den Fertigungsprozessen. Das steigert wiederum die Anzahl der industriellen Systeme in Fabriken, welche durch IT-Lösungen abgesichert werden müssen.

Im Rahmen der Cybersicherheit sind noch zwei Anwendungsbereiche von Bedeutung: kritische Infrastrukturen und Smart City Anwendungen. Die Systemintegration innerhalb kritischer Infrastrukturen kombiniert innovative Lösungen mit dem möglichen Betrieb vieler Systeme. Die Integration paralleler Betriebssysteme ist hierbei eine Herausforderung. Dies ist auch das entscheidende Thema im Smart City Kontext. Hier sind die Sicherheit der intelligenten Stromnetze sowie die Konnektivität der Informationssysteme die wichtigsten Kriterien. Die Erfahrungen deutscher Unternehmen auf dem Gebiet der Sicherheit von Smart City Systemen passen gut in die Entwicklungsrichtung polnischer Städte und deren Herausforderungen. In Polen sind Städte bestrebt, Smart City Lösungen umzusetzen - 16 Großstädte setzen bereits eine entsprechende Strategie um und zusätzlich investieren Dutzende mittelgroße Städte in Smart City Lösungen.

Für deutsche Unternehmen ist der polnische Absatzmarkt als der sechstgrößte in Europa mit ca. 40 Millionen Einwohnern ein attraktives Ziel. Die deutsch-polnischen Außenhandelsbeziehungen konnten ein stetiges Wachstum über die letzten Jahre verzeichnen und Deutschland ist sowohl in Sachen Import als auch Export der mit Abstand wichtigste Handelspartner für Polen. Dies ist zum einen auf die engen Handelsbeziehungen der Nachbarländer und zum anderen auf den guten Ruf deutscher Produkte und Dienstleistungen zurückzuführen.

Damit deutsche Unternehmen diese Marktchancen nutzen können, bietet das BMWi mit der Geschäftsanbahnungsreise einen effizienten Weg zur Kontaktaufnahme mit polnischen Kunden und Geschäftspartnern.

Programm:
Während der mehrtägigen Delegationsreise lernen die Teilnehmer den Wirtschaftsstandort Polen näher kennen und treten in Kontakt mit relevanten Entscheidungsträgern und potenziellen Geschäftspartnern. Das Programm bietet einen umfassenden Überblick über das vielseitige Potenzial für Export, Investitionen und Kooperationen und ermöglicht deutschen Unternehmen, ihre Produkte und Dienstleistungen einem fachinteressierten Publikum zu präsentieren. Individuell organisierte B2B Meetings bieten eine einzigartige Gelegenheit, Geschäftsbeziehungen mit polnischen Unternehmen zu initiieren sowie exklusive Informationen von Fachvertretern und Brancheninsidern zu erhalten. Ferner werden Besuche bei Referenzprojekten, Unternehmen und Institutionen durchgeführt sowie allgemeine und branchen- bzw. themenspezifische Informationen durch deutsche und lokale Experten und Multiplikatoren vorgestellt.

Alle Teilnehmer erhalten eine branchenspezifische Zielmarktanalyse sowie individuell organisierte Gesprächstermine mit potenziellen Geschäftspartnern und Kunden.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens:

  • 500 EUR (netto) für Teilnehmer mit weniger als 2 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitern
  • 750 EUR (netto) für Teilnehmer mit weniger als 50 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitern
  • 1. 000 EUR (netto) für Teilnehmer ab 50 Mio. EUR Jahresumsatz oder ab 500 Mitarbeitern

Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden von den Teilnehmern selbst getragen.

Für alle Teilnehmer werden die individuellen Beratungsleistungen in Anwendung der De-Minimis-Verordnung der EU bescheinigt. Teilnehmen können maximal 12 Unternehmen. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben.

Anmeldeschluss für die Reise ist am 07.02.2020.

Bitte nutzen Sie dazu das Online-Anmeldeformular auf der DREBERIS-Website

Weitere Informationen finden Sie auch im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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