(BMWi) - Anbieter von IT-Anwendungen und Automatisierungslösungen für die Holz- und Möbelindustrie haben vom 6. bis 10. Mai 2019 die Gelegenheit, bei einer Geschäftsanbahnungsreise die Märkte Estland, Lettland und Litauen kennenzulernen und konkrete Geschäftskontakte zu schließen.

Im Rahmen des Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen organisiert die Deutsch-Baltische Handelskammer (AHK) eine mehrtägige Delegationsreise, bei der die deutschen Teilnehmer herausragende Projekte im Baltikum besuchen sowie individuelle Gespräche mit potentiellen Partnern und Abnehmern führen. Die Reise wird vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sowie dem Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK als Partner unterstützt.

Die Holz- und Möbelindustrie bildet in allen drei baltischen Staaten ein beherrschendes Industriesegment. Sie ist mit Abstand die bedeutendste Branche des verarbeitenden Gewerbes und trägt rund 25% zur Wertschöpfung bei. Die baltischen Unternehmen sind stark exportorientiert und expandieren. Problematisch sind dabei die teilweise veralteten Anlagen, aber auch der in allen drei baltischen Ländern wachsende Mangel an qualifiziertem Personal. Beides zwingt zu Investitionen und treibt die Unternehmen dazu, auf Digitalisierung und Automation zu setzen.

„Ein weiterer wesentlicher Investitionstreiber der Branche ist die aktuell gute Wirtschaftslage“, sagt Florian Schröder, Geschäftsführer der Deutsch-Baltischen Handelskammer. Die verkaufte Produktion der baltischen Holz- und Möbelindustrie stieg 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 7,3 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Hohe Wachstumsraten erzielten insbesondere Papier, Karton und Pappe (28 Prozent), Hygieneartikel aus Zellstoff (23,2 Prozent) sowie Verpackungsmittel und Lagerbehälter (16,5 Prozent). „Daraus resultieren starke Investitionen in Anlagen und neue Produktionsstätten“, so Schröder: „Dies schafft hervorragende Absatzmöglichkeiten für deutsche Technologie- und Lösungsanbieter, etwa auf den Feldern IT-Verbesserung, Automatisierung und Digitalisierung von Arbeitsprozessen.“

Investierten die baltischen Holzverarbeiter und Möbelhersteller nach Angaben von Eurostat im Jahr 2016 noch rund 493 Millionen Euro in Sachanlagen, zeigen die aktuell angekündigten Investitionspläne der Unternehmen, dass dieser Wert in den nächsten Jahren deutlich steigen wird. „Deutschland hat durch Initiativen wie „Industrie 4.0“ einen Wissens- und Qualitätsvorsprung aufgebaut, den baltische Unternehmen für ihre eigene Wettbewerbsposition nutzen wollen“, sagt AHK-Chef Schröder.

Digitale Lösungen, aber auch komplette Anlagen, die zur Automatisierung beitragen, sind in Estland, Lettland und Litauen in den kommenden Jahren gefragt. Gerade kleine und mittlere deutsche Unternehmen aus den Bereichen IKT, Anlagen- und Maschinenbau, Prozessautomatisierung, Robotik, Steuerungstechnik, Sensorik, vernetzten Systemen, Sicherheit, die entsprechende Lösungen bieten können, finden auf den drei Märkten hervorragende Perspektiven vor.

Neben individuellen B2B-Gesprächen und Referenzbesichtigungen ist Höhepunkt der Reise eine Präsentationsveranstaltung in der estnischen Hauptstadt Tallinn, bei der sich die deutschen Delegationsteilnehmer lokalen Unternehmen vorstellen und Experten die neuesten Entwicklungen und Perspektiven des Sektors besprechen.

Zur Vorbereitung auf die Reise werden die Erwartungen an die potentiellen Kooperationspartner individuell von der AHK erfasst und bei der Vereinbarung der B2B-Termine berücksichtigt. Weiterhin erhalten die Teilnehmer detaillierte Zielmarktanalysen zu den drei Ländern sowie relevante Wettbewerbsinformationen zur individuellen Reisevorbereitung.

Die Reise stellt eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU dar.

Die Teilnehmer tragen je nach Größe des eigenen Unternehmens einen Teilnehmerbeitrag von 500-1.000 € (netto), sowie ihre individuellen Anreise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten.

Weitere Informationen zu dem Projekt und zur Anmeldung finden sich im Projektflyer und auf der Website der Deutsch-Baltischen Handelskammer www.ahk-balt.org.

Anmeldeschluss für die Reise ist der 1. Februar 2019.

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