(BMWi) - Mit einem Bedarf von rund 9,4 Mrd. USD und namenhaften Global Playern wie Teijin, Toray, Kuraray, Asahi und Toyobo gehört Japan zu den wichtigsten Märkten für technische Textilien weltweit. Rund 3,75 Mrd. USD und somit 40% des Bedarfs werden über Importe abgedeckt. Auf europäische Einfuhren entfallen insgesamt rund 10% (0,38 Mrd. USD). Eine wichtige Charakteristik der japanischen Wirtschaftslandschaft im Bereich technischer Textilien ist die starke und seit Jahren bestehende Verflechtung der japanischen Hersteller zu Stakeholdern entlang der gesamten Wertschöpfungskette, welche Japan, über allgemein hohe Qualitätsstandards hinaus, zu einem anspruchsvollen Markt macht.

Deutsche Unternehmen genießen in Japan eine hohe Reputation in Qualität und Innovation und gelten als Experten für Speziallösungen und -applikationen. Insbesondere im Bereich von Vliesstoffen und Faserverbundwerkstoffen sind deutsche Unternehmen in Japan stark aufgestellt und angesehen. 2017 lieferten deutsche Anbieter Textilmaschinen und Zubehör für rund 54 Mio. EUR nach Japan. Die Themen Automatisierung, Digitalisierung, Smart Factory und Energieeffizienz spielen in Japan zunehmend eine wichtige Rolle und bieten Chancen für deutsche Unternehmen, sich als Vorreiter zu positionieren.

Die Delegationsreise vom 9. bis 13. September 2019 ist ein Projekt des Markterschließungsprogramms für KMU und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Ziel des Projektes ist es, deutsche Unternehmen durch den gezielten Auf- bzw. Ausbau von Geschäftskontakten bei der Erschließung des Absatzmarktes Japan zu unterstützen. Darüber hinaus können die Teilnehmer auch für Investitionen japanischer Unternehmen im Ausland werben und profitieren, da Entscheidungen in der Regel in den japanischen Mutterhäusern getroffen werden.

Im Vorfeld der Reise erhalten die Teilnehmer spezifische Kompaktinformationen zur Branchen- und Marktsituation, zu rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen sowie zu Einfuhrbestimmungen. In Tokio werden sie ihre Produkte einem ausgewählten Fachpublikum präsentieren. Individuell vereinbarte Geschäftstermine mit potentiellen lokalen Geschäftspartnern, hochrangigen Vertretern von Fachverbänden sowie Firmenbesuche schaffen die Grundlage für neue Kooperationen und ermöglichen zukünftige Auftragsakquisition.

Durchgeführt wird die Geschäftsanbahnung vom Projektträger AHK Japan in Zusammenarbeit mit dem deutschen Projektpartner SBS systems for business solutions. Fachliche Unterstützung und Begleitung erfolgt durch den Fachverband Textilmaschinen des VDMA. Das Angebot richtet sich vorwiegend an kleine und mittlere deutsche Unternehmen, Selbständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister. Der Eigenanteil zur Teilnahme beträgt je nach Unternehmensgröße zwischen 500 und 1.000 Euro netto zzgl. individueller Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten. Die Anmeldung wird erbeten bis zum 10. Mai 2019. Die Berücksichtigung der Anmeldung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben Vorrang vor Großunternehmen. Weitere Informationen zur Geschäftsanbahnung Japan und zur Anmeldung unter www.german-tech.org.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Weitere Informationen:
Flyer (pdf)

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