Seminar
Termin: 05.10.2021
Ort: Detmold, Deutschland
Veranstalter: IHK Lippe zu Detmold

Die rechtmäßige Ausfertigung von Ursprungsbelgen durch den Hersteller, Importeur oder den Zwischenhändler ist an teilweise kompliziert erscheinende Voraussetzungen gebunden, die zuvor geprüft werden müssen. Auch Zulieferfirmen für den Exportbereich sollten die Ursprungsvorschriften beherrschen, wenn sie sich nicht Schadensersatzansprüchen wegen falscher Dokumente der belieferten Exporteure aussetzen wollen. Ebenso sind Warenempfänger verpflichtet, eingehende Ursprungsbelege zu prüfen, bevor die Daten ggf. in das unternehmenseigene Warenwirtschaftssystem eingepflegt werden oder eine Neuausfertigung für Kunden erfolgt.

Die letzten Veränderungen: Im Mai 2016 und Juni 2017 wurde durch die EU-Verordnung zum Unionszollkodex (UZK) der Wortlaut, die Fußnoten sowie die Fristen für die Gültigkeitsdauer zur Lieferantenerklärung angepasst. Die Zollverwaltung publizierte eine aktualisierte Zolldienstvorschrift zur Lieferantenerklärung. Die EU vereinbarte im Jahr 2016 neue einseitige (Ghana) bzw. beidseitige Präferenzabkommen (Ukraine, Kosovo, Cote d´Ivoire, südliche Afrika-Staaten/SADC). Nach der beidseitigen Vereinbarung mit Ecuador, Kanada, Mosambik und Japan in den Jahren 2017-2019 sollen künftig noch weitere neue Abkommen (z. B. mit Singapur, Vietnam) folgen. Das Ursprungszeugnis Formblatt A wird schrittweise durch die Erklärung des Registrierten Exporteurs (REX-Erklärung) abgelöst.

Dieser Artikel ist relevant für:

Recht und Verträge, Zoll und Steuern