(BMWi) - Im Auftrag des Bundeministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert MENA Business GmbH vom 07. bis 10. September 2019 in Zusammenarbeit mit German RETech Partnership, BlackForest Solutions GmbH und die Professur Abfall- und Stoffstromwirtschaft der Universität Rostock und die Amman Chamber of Industry eine Leistungsschau in Amman, Jordanien zum Thema Abfallwirtschaft und Recycling. Das Projekt ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien des BMWi, das im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt wird. Ziel dieser Leistungsschau ist es, deutschen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Abfall- und Recyclingwirtschaft den Einstieg in den jordanischen Markt zu erleichtern und zu weiteren Erfolgen in ihrer Exporttätigkeit zu führen.

Die zweitägige Veranstaltung richtet sich z.B. an Planungs- und Ingenieurbüros, Dienstleister in der Entsorgungswirtschaft und Lieferanten von Behältern, Fahrzeugen und Aufbereitungs- bzw. Sortieranlagen zu sowie an Unternehmen im Bereich der Deponiesanierung und Deponiegasverwertung.

Die Kernziele der Leistungsschau in Jordanien sind:

  • Vermittlung direkter individueller Geschäftskontakte durch vorbereitete und organisierte Geschäftspartner-treffen der deutschen Teilnehmer mit möglichen Kunden und Geschäftspartnern;
  • Information über die Leistungsstärke und Lösungsansätze deutscher Unternehmen gegenüber relevanten Kundengruppen und Multiplikatoren;
  • Sicherung des fachlichen Austauschs und Networking zur Gewährleitung des Informationstransfers und des Aufbaus eines Kontaktnetzwerkes.

Schwerpunkt der Reise ist ein eintägiges Symposium am 09. September 2019 in Amman, bei dem sich die deutschen Unternehmen individuell mit einem Vortrag über ihre Produkte und Dienstleistungen einem ausgewählten ausländischen Fachpublikum vorstellen, das aus Vertretern von Unternehmen, Verwaltungen, Verbänden, Institutionen und sonstigen Multiplikatoren besteht. Anhand von individuellen Einzelgesprächen und Gruppenterminen mit jordanischen Unternehmen und Institutionen werden das Geschäftspotenzial und mögliche Kooperationsfelder ermittelt sowie wichtige Kontakte vor Ort geknüpft. Am 08. September werden wichtige Unternehmen, Institutionen und Referenzprojekte der jordanischen Abfallwirtschaft besucht. Die teilnehmenden Unternehmen erhalten vor der Reise eine branchenspezifische Zielmarktanalyse sowie zusätzliche individuelle Kompaktinformationen über Wettbewerb und wichtige Nachfragesegmente zur Vorbereitung.

Das jordanische Ministerium für Umwelt hat ein umfassendes Umweltschutzgesetz erlassen, das u.a. die Erarbeitung und Durchsetzung von gesetzlichen Regeln zur Hauptaufgabe hat. Explizit wird die Abfallbehandlung, neben Schadstoffausstoß und Gewässerqualität, genannt. Jordanien hat viele Gesetze und Verordnungen zur Liberalisierung des Marktes reformiert. Die Grundlage für eine starke Beteiligung der Privatwirtschaft an Investitionen in diesem Bereich ist gelegt, so dass auch große Chancen für deutsche Anbieter in den Bereichen Abfallwirtschaft und Recycling bestehen. Auch in Jordanien ist bekannt, dass man aus Organik Gas, das in Strom umgewandelt wird, herstellen kann. Es gibt große Potentiale für die Abfallbehandlung und Erzeugung von Energie.

Eine Zunahme der Siedlungsabfallmengen von jährlich ca. 3% ist durchaus ein Grund für deutsche Unternehmen, sich in Jordanien bei der Lösung der Abfallproblematik zu engagieren. Hilfestellung und Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Sammlung, Sortierung, Aufbereitung und Verwertung bis zur Beseitigung von Abfällen und Überwachung dieser sowie Sanierung von Deponien sind erforderlich. In fast allen Gemeinden sind die Fuhrparks und die metallischen Behältersysteme veraltet oder unzureichend.

Die getrennte Erfassung von Wertstoffen und Restabfall ist in Jordanien nicht vorgeschrieben. Wertstoffe werden nur sporadisch über den informellen Sektor erfasst. Diese Besonderheit spricht für gute Geschäftschancen für Lieferanten entsprechender Technik, zumal diese dringend nötigen Verwertungen Teil der Agenda 2021 Jordaniens sind. Auch im Bereich der Sortierung besteht noch ein erheblicher Nachholdbedarf.

Die Reise ist eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU. Zusätzlich zu den individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten tragen die teilnehmenden Unternehmen einen Eigenanteil in Höhe von 500 bis 1000 EUR (netto), in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße.
Interessierte Unternehmen können sich bis zum 01. Juni 2019 bei dem unten angegebenen Kontakt anmelden.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Weitere Informationen:
Flyer (pdf)