(BMWi) - Deutschland baut seine Zusammenarbeit mit Ägypten bei beruflicher Bildung, Beschäftigungsförderung, Energieeffizienz und Landwirtschaft aus. Darüber sprechen heute (29. Oktober 2018) Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der ägyptische Staatspräsident Abd al-Fattah Al-Sisi im Vorfeld der morgen in Berlin stattfindenden Afrika-Konferenz.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier: "Ägypten und Deutschland pflegen eine langjährige und intensive Partnerschaft. Deutsche Unternehmen exportieren nicht nur nach Ägypten, sie investieren auch in das Land und schaffen so wichtige Arbeitsplätze. Gerade bei Themen wie der Steigerung der Energieeffizienz und dem Ausbau der Infrastruktur können deutsche Unternehmen wertvolle Unterstützung leisten. Damit tragen sie zu einer nachhaltigen Entwicklung der Wirtschaft in Ägypten bei. Wir möchten diese Zusammenarbeit weiter voran bringen. Wichtig dafür sind verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen."

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Jedes Jahr wächst Ägypten um 2,5 Millionen Einwohner, die Jugendarbeitslosigkeit beträgt 35 Prozent. Die jungen Menschen brauchen Jobs und Perspektiven im eigenen Land. Deswegen baut Deutschland die Zusammenarbeit mit Ägypten bei der beruflichen Bildung weiter aus. Wir werden tausende Berufsschullehrer qualifizieren und neue Strukturen der dualen beruflichen Bildung nach deutschem Vorbild schaffen. Schon jetzt haben wir mit dem deutsch-ägyptischen Ausbildungspakt über 80.000 junge Menschen bei der Qualifizierung unterstützt. So haben wir mit Siemens im vergangenen Jahr eine strategische Berufsbildungsallianz gestartet. 5.500 ägyptische Fachkräfte werden künftig in den Bereichen Mechanik, Elektrotechnik und Automatisierungstechnik ausgebildet. Denn der Schlüssel für die weitere wirtschaftliche Entwicklung sind Investitionen und vor allem qualifizierte Fachkräfte."

Durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit wurden bislang 5.000 kleine und mittlere Unternehmen und über 500 Jungunternehmer in Ägypten gefördert. Ägyptische Unternehmen erhielten bislang 25.000 Darlehen, um die wirtschaftliche Entwicklung weiter zu beschleunigen.

Dennoch bleiben die Herausforderungen für Ägypten gewaltig, insbesondere bei Energie, Infrastruktur, Wassernutzung und Ernährung.

Deutschland unterstützt daher Ägypten bei der ökologischen Modernisierung der Landwirtschaft, unter anderem mit einem Wissenszentrum für ökologischen Landbau in Afrika. Dazu arbeitet das Entwicklungsministerium mit SEKEM zusammen, einem Pionier des Ökolandbaus zusammen.

Insgesamt investierte das Bundesentwicklungsministerium seit 2016 rund 330 Millionen Euro in die Zusammenarbeit mit Ägypten. Schwerpunkte neben der Beruflichen Bildung sind die Themen Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie Wasser und Abfall. So konnten durch Investitionsmaßnahmen rund 650 Megawatt Energiekapazität und rund 3.000 Gigawattstunden Erzeugung pro Jahr neu installiert werden. Mehr als 1,3 Millionen Tonnen CO2 werden dadurch pro Jahr eingespart. Im Bereich Wasser sichern die erfolgten Be- und Entwässerungsmaßnahmen auf 1,3 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Grundfläche die Lebensgrundlagen von 7 Millionen Menschen. Allein 170.000 Bäuerinnen und Bauern profitieren von den Verbesserungen beim Bewässerungswasser, durch erhöhte Bodenqualität und Produktivitätssteigerungen.

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