(BMWi) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogrammes für KMU organisiert GODUNI International in Kooperation mit German RETech Partnership e.V. vom 24. bis zum 26. Juni 2019 eine Leistungsschau in Ljubljana, die Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien ist und sich an deutsche Klein- und Mittelstandsunternehmen der Recycling- und Kreislaufwirtschaft mit Interesse am slowenischen Markt richtet. Diese Leistungsschau gewährt deutschen kleinen und mittleren Unternehmen der Kreislauf- und Recyclingwirtschaft einen Einblick und Einstiegsperspektiven in den slowenischen Markt anhand von zuvor dediziert ermittelten und vorbereiteten Geschäftschancen und Potenzialen.

Neben einem umfassenden Briefing im Vorfeld der Reise erhalten die deutschen Teilnehmer eine Zielmarktanalyse mit konkreten Markt- und Geschäftsentwicklungen in Slowenien. Vor Ort erhalten sie zahlreiche Möglichkeiten zum Kennenlernen potentieller Partner und zum aktiven Austausch mit Vertretern der slowenischen Regierung, lokalen Verwaltungen und Institutionen sowie Unternehmen und Agenturen. Geplante Expertengespräche sowie ein B-2-B Matchmaking behandeln im Rahmen eines Fachsymposiums bestehende Herausforderungen, konkrete Vorhaben und Entwicklungen in Slowenien mit dem Ziel einer Anbahnung gemeinsamer Wege und Kooperationen zwischen den deutschen und den slowenischen Vertretern. Entlang dieser Zielsetzung werden die Vorstellungen der Dienstleistungen, Lösungen und Produkte deutscher Unternehmen zum einen im Rahmen eines Fachsymposiums und zum anderen in den ausgewählten Ausstellungsflächen durchgeführt. Die vor Ort Besichtigungen in Ljubljana runden das Programm ab.

Slowenien hat in den letzten drei Jahren Fortschritte in der Recycling- und Kreislaufwirtschaft erzielt. Zu den Vorzeigeprojekten gehört das großangelegte regionale Abfallmanagementzentrum RCERO mit einer MBA-Anlage (RDF Produktion für die Industrie) in der Hauptstadt Ljubljana. Dieses Zentrum wurde erfolgreich mit Mitteln des EU Kohäsionsfunds co-finanziert und bedient 37 Gemeinden in Zentralslowenien mit einem Durchlauf von 150.000 Tonnen Input pro Jahr.

Die Stadt hat eine „Zero Waste Strategie“ erklärt und wurde im Jahr 2016 mit der Auszeichnung die „Gründe Stadt Europas“ belohnt.

Einen weiteren Erfolg hat Slowenien bei der Abfalltrennung vorzuweisen. Zwischen 2002 und 2015 stieg der Anteil der getrennt gesammelten Siedlungsabfälle von 9% und 69%. Die Abfallmenge, die auf Deponien abgelagert wird, hat sich deutlich reduziert.

Neben diesen Errungenschaften bleibt zu betonen, dass die Abfallwirtschaft Sloweniens weiterhin Aufholbedarf hat und als wenig transparent gilt. Das Zentrum-Beispiel Ljubljanas soll in naher Zukunft verbessert, ausgebaut und in ganz Slowenien ausgerollt werden. Zu beachten sind dabei die unterschiedlichen Voraussetzungen in den Regionen, die angepasste Lösungen voraussetzen. Hier sind unter anderem hohe Planungs- und Beratungsexpertisen gefragt. Kapazitäten für das Recycling, die Materialeffizienz, energetische Verwertung und thermische Behandlung bedürfen einer Erweiterung und prozessualen Verbesserung. Engpässe bzw. Kapazitätsmangel führen bislang zum Export von niederkalorischen Ersatzbrennstoffen bis hin zum unsortierten Restmüll in die Nachbarländer. Auch die Schließung belasteter bzw. kontaminierter Flächen, illegaler Deponien oder dessen Sanierung sind anstehende Aufgabenstellungen der slowenischen Regierung und lokalen Verwaltungen. Einige Akteure beklagen auch eine unbefriedigende Qualität der vorhandenen Daten im Abfallsektor. Die Recyclingquote wird auf Grundlage der behandelten Abfallmenge kalkuliert und nicht auf Grundlage des Gesamtaufkommens. Daher spielen die Meldung bzw. die Erfassung der Quoten, die geordnete Sammlung und Transport, die durch die Digitalisierung beeinflusst werden, eine wichtige Rolle und könnten nun angepackt und mitgelöst werden. Auch das technische Auf- und Ausrüsten sowie die Know-How Vermittlung sind interessante Felder für die deutschen Unternehmen.

An der Reise nehmen 8 bis 12 deutsche Unternehmen teil. Sie wird im Rahmen des BMWi Markterschließungsprogramm aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Der Teilnehmerbeitrag für deutsche Firmen richtet sich nach der Unternehmensgröße zwischen 500 und 1.000 Euro (netto) und unterliegt den De-Minimis Regelungen. Die Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden von den Teilnehmern selbst getragen.

Die Anmeldung ist bis zum 31. März 2019 beim Durchführer -Goduni International- online oder elektronisch möglich.

Näheres zum Programm und Anmeldungsbedingungen finden Sie unter https://www.goduni.de/news/slovenia-2019/ oder im Projektflyer

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