(OAV) - Der Anteil des deutschen Handels mit der Region Asien-Pazifik am gesamten deutschen Außenhandel stieg auf nunmehr 17,1 Prozent. Die Importe aus den asiatisch-pazifischen Ländern nahmen um knapp 5 Prozent zu und beliefen sich im Betrachtungszeitraum auf 214,3 Milliarden Euro. Mit einem Anstieg von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten die deutschen Exporte ebenfalls kräftig ansteigen. Die Summe der Ausfuhren in die Asien-Pazifik Region belief sich auf insgesamt 198,4 Milliarden Euro. Im Vergleich mit dem gesamten Exportwachstum der Bundesrepublik (+3,0%) verzeichnete die Region Asien-Pazifik prozentual somit einen mehr als doppelt so hohen Anstieg.

"Die positive Entwicklung verdeutlicht die herausragende Bedeutung, die der Asien-Pazifik-Raum für die deutsche Außenwirtschaft hat", so Almut Rößner, Geschäftsführerin des OAV. "Das Handelsvolumen mit der Region hat sich seit 2006 beinahe verdoppelt". Vor allen Dingen die stark gestiegenen Exporte nach China sind für das Wachstum im Kalenderjahr 2018 verantwortlich (+8,0%). Das deutsche Handelsbilanzdefizit mit der Region Asien-Pazifik verringerte sich somit im Vergleich zum Vorjahr weiter auf 15,8 Milliarden Euro (2017: 18,1 Mrd. EUR).

Der Warenaustausch zwischen Deutschland und China belief sich im Jahr 2018 auf fast 200 Milliarden Euro - ein deutlicher Zuwachs von 12,7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr (2017: 186,6 Mrd. EUR). Rund 48,3 Prozent des deutschen Handels mit der Region Asien-Pazifik und 8,3 Prozent des gesamten deutschen Welthandels entfallen damit auf die Volksrepublik. Vor allem die deutschen Exporte konnten mit einem Anstieg auf insgesamt 93,1 Milliarden Euro beträchtlich zulegen (+8,0%). Das deutsche Handelsbilanzdefizit mit China reduzierte sich demnach auf 13 Milliarden Euro. Die bilateralen Handelsbeziehungen zeigen sich somit unbeeindruckt von den niedrigeren Wachstumszahlen der chinesischen Wirtschaft. Im Gegenteil: China bleibt weiterhin Wachstumstreiber für den deutschen Außenhandel.

Japan bleibt Deutschlands zweitgrößter Handelspartner in Asien mit einem Handelsvolumen von 44,2 Milliarden Euro im Jahr 2018. Die deutschen Exporte (+4,7%) und Importe (+3,6%) konnten den positiven Trend des Vorjahres fortsetzen. Durch das Inkrafttreten des FTA zwischen Japan und der EU am 1.Februar 2019 wird das Wachstum mittelfristig weiter prosperieren. Ein negatives Wachstum verzeichneten die Exporte nach Südkorea mit einem Rückgang von 1,1 Prozent. Eine positivere Entwicklung zeigte sich jedoch bei den deutschen Importen aus der Republik Korea. Diese stiegen im Jahr 2018 um 7,6 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro. Die Exporte nach Australien entwickelten sich weiterhin positiv (+6,1%) – das Handelsvolumen belief sich im letzten Jahr auf insgesamt 12,6 Milliarden Euro. Der deutliche Handelsbilanzüberschuss steigerte sich durch die gesunkenen Importe (-11,0%) auf 7,4 Milliarden Euro. Das Freihandelsabkommen zwischen Australien und der EU, welches zurzeit verhandelt wird, könnte die bilateralen Handelsbeziehungen noch weiter verstärken.

Nach dem starken Wachstum 2017 entwickelten sich die Handelsbeziehungen mit Indien im vergangenen Jahr noch positiver. So stiegen sowohl die Importe (+5,4%) als auch die deutschen Exporte nach Indien (+16,9%) beträchtlich. Das Handelsvolumen belief sich auf 21,4 Milliarden Euro. Indien bleibt damit der viertgrößte deutsche Handelspartner in Asien-Pazifik. Das Handelsvolumen mit Sri Lanka musste Einbußen verkraften. Die im Vorjahr deutlich gestiegenen Exporte (570,6 Mio. EUR) fielen im Jahr 2018 um 38,5 Prozent auf 350,8 Millionen Euro. Die Importe stiegen jedoch um 5,4 Prozent auf rund 701 Millionen Euro. Auf der anderen Seite konnte Bangladesch sowohl seine Importe (+14,2%) aus als auch seine Exporte (+8,6%) nach Deutschland deutlich steigern.

Die Ausfuhren in die ASEAN steigerten sich im Vergleich zum Vorjahr stark um 11,3 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro. Zuwächse verzeichneten vor allen Dingen die Exporte in die Philippinen (+26,6%) und Vietnam (+18,0%). Auch die importierten Güter aus Myanmar (+56,4%) und Brunei (88,4%) wiesen solide Wachstumszahlen auf.

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