(BMWi) - Im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert die AHK Services Eastern Africa Ltd., die Dienstleistungsgesellschaft der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kenia (AHK) vom 25. bis 29. März 2019 in Zusammenarbeit mit den Baugewerblichen Verbänden eine Geschäftsanbahnungsreise nach Äthiopien und Ruanda. Die Reise richtet sich an deutsche KMU aus der Branche der Bauwirtschaft.

Für Äthiopien wurden für 2018 reale Investitionssteigerungen von 7,3% prognostiziert und das Land weist seit Jahren stabile Wachstumsraten von durchschnittlich bis zu 10% p.a. auf. Ruanda hat in den letzten Jahren einen wahren Ent-wicklungsschub erlebt; zwischen 2001 und 2015 betrug laut Weltbank das durchschnittliche Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts 8,0%. Eine liberale Wirtschaftsordnung sowie die Integration in die Ostafrikanische Gemeinschaft (East African Community - EAC) ziehen darüber hinaus verstärkt multinationale Unternehmen in beide Länder.

Geschäftschancen wie z.B. die Etablierung von Geschäftspartnern für die Distribution deutscher Produkte sowie auch die Möglichkeit des direkten Wettbewerbseinstiegs ergeben sich für deutsche Unternehmen in beiden Ländern gerade auch im Bereich der Bauwirtschaft, einem zunehmend wichtigen und besonders dynamisch wachsenden Markt in der Region. Die Infrastrukturentwicklung, insbesondere die Verkehrsvernetzung und Energieversorgung, ist einer der zentralen Punkte des ambitionierten Growth and Transformation Plans der äthiopischen Regierung. Knapp 10% des äthiopischen BIPs macht die Bauwirtschaft aus und zählt somit zum Wachstumsmotor des Landes. Ruandas Regierung setzt ebenfalls auf massiven Ausbau der Infrastruktur im Hoch- und Tiefbaubereich, um Produktionskosten zu senken und nachhaltigen Wohlstand zu garantieren. Neue Flughäfen sollen in beiden Ländern errichtet werden, u.a. wollen Kigali zum Konferenzhub und Addis Abeba zum Stromexporteur der Region werden, und zudem wird alles daran gesetzt auch zusätzlich weitere Branchen, wie bspw. den Tourismussektor, durch Bau- und Infrastrukturmaßnahmen weiter zu erschließen.

Während in den letzten Jahren vor allem chinesische Firmen in Äthiopien und Ruanda tätig waren, steigt die Bedeutung westlicher Firmen und insbesondere qualitativer Produkte und Lösungen stark an. Für die deutschen Unternehmen bestehen Geschäftspotenziale in den Bereichen von Beratungsdienstleistungen (z.B. Vermessungen von Bauprojekten) wie auch bei der Zulieferung von Maschinen und Ausrüstung. Deutsche Unternehmen können hier insbesondere in den Bereichen Immobiliengewerbe und Hotelmanagement, Ausstattung (z.B. Küchen, Sanitär & Zimmerdekoration) von Hotels, Privateigentum und auch öffentlichen Einrichtungen sowie auch im zunehmenden luxuriösen Beherbergungs-gewerbe des Tourismus punkten.

Das fünftägige Programm der Geschäftsanbahnungsreise umfasst Präsentationsveranstaltungen, Briefings, individuelle Unternehmens- und Behördenbesuche sowie Netzwerkveranstaltungen. So erhalten die Teilnehmer mitunter während der Briefings durch deutsche Institutionen vor Ort (Botschaft, KfW, AHK, etc.) branchen- bzw. themenspezifische Informationen zu den Märkten hinsichtlich politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen, Wirtschaftsinformationen sowie künftiger Marktentwicklungen, kulturspezifischer Besonderheiten etc. aus erster Hand. Zudem werden für die Teilnehmer im Vorfeld abgestimmte, individuelle Gesprächstermine mit potenziellen Kunden und Partnern vor Ort koordiniert und begleitet. Zur Vorbereitung der Reise werden den Teilnehmern eine detaillierte Zielmarktanalyse und individuelle Kompaktinformationen zum Zielmarkt bereitgestellt.

Die Zielgruppe umfasst kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister mit Geschäftsbetrieb in Deutschland (Unternehmen) aus den Bereichen der Bauwirtschaft, Bauhandwerk, Infrastruktur und Baumaterialien.

Für die Teilnahme an der durch das BMWi geförderten Geschäftsanbahnungsreise, die den De-minimis Regelungen unterliegt, fällt ein Eigenanteil an. Dieser wird sowohl in Abhängigkeit des Jahresumsatzes als auch an der Anzahl der Mitarbeiter gemessen:

  • 500 Euro (netto) für Teilnehmer mit weniger als zwei Millionen Euro Jahresumsatz und weniger als zehn Mitarbeitern.
  • 750 Euro (netto) für Teilnehmer mit weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitern.
  • 1.000 Euro (netto) für Teilnehmer ab 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder mehr als 500 Mitarbeitern.

Darüber hinaus trägt jedes teilnehmende Unternehmen die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten selbst.

Eine ausführliche Programmbeschreibung für die Reise ist über die Projektpartner unter www.kenia.ahk.de und www.bgv-nrw.de verfügbar. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Projektflyer.

Anmeldefrist ist der 08. Januar 2019.

Weitere Meldungen

iXPOS News
Icon Meldung
07.12.2018

Geschäftsanbahnungsreise im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms

Icon Link
Icon Meldung
06.12.2018

Unternehmerreise für deutsche Technologieanbieter aus dem Bereich Wasserwirtschaft vom 02. bis Juni 2019

Icon Link
Icon Meldung
05.12.2018

Unternehmerreise nach Indonesien vom 24. – 28. März 2019

Icon Link
Icon Meldung
05.12.2018

Für deutsche Bauunternehmen und Energiedienstleister eine Chance, dort aktiv zu werden

Icon Link