(iMOVE) - Vom 18. bis 21. März 2019 führte eine Geschäftsanbahnungsreise acht deutsche Unternehmen aus dem Aus- und Weiterbildungsbereich nach Zagreb in Kroatien.
Die deutschen Unternehmer stießen auf aufgeschlossene kroatische Gesprächspartner, die sich durchweg für Training - Made in Germany interessierten.

Ziel der Geschäftsanbahnungsreise nach Kroatien war es, Produkte und Dienstleistungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung vor interessierten Branchen, Institutionen, Verbänden, Verwaltung und Politik aus Kroatien zu präsentieren. Es wurden erste Kontakte aufgebaut, um konkrete Geschäftspartnerschaften zwischen deutschen und kroatischen Unternehmen in diesen Bereichen zu ermöglichen.

Konkret stellten die mitgereisten Unternehmen ihre Dienstleistungen und Produkte bei einer Präsentationsveranstaltung vor. In diesem Rahmen stellte auch iMOVE die Aktivitäten und Serviceleistungen der Initiative vor.

Ein weiterer Bestandteil der Reise waren vorab organisierte Gespräche bei interessierten kroatischen Unternehmen. Die B2B-Gespräche nahmen die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer separat wahr und berichteten unisono über sehr positive und aufgeschlossene Gesprächspartner.

Das Feedback der Reisegruppe war insgesamt sehr positiv. Als wichtigen zusätzlichen Nutzen der Reise entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern untereinander ein sehr gutes Netzwerk, das sicherlich bei den nächsten Veranstaltungen und Aktivitäten rund um den Bildungsmarkt Kroatien noch ausgebaut wird.

Geschäftschancen in Kroatien

Die Schul- und Berufsbildungsstrukturen in Kroatien sind veraltet und entsprechen nicht dem Bedarf der modernen Wirtschaft. Das zeigt beispielsweise die hohe Zahl der Jugendarbeitslosen, wonach Kroatien innerhalb der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) direkt nach Griechenland, Spanien und Italien steht.

Hinzu kommt, dass die steigende Fachkräfteabwanderung Unternehmen das Finden von qualifizierten Arbeitskräften erschwert. Hier macht sich auch der fehlende Bezug zwischen Ausbildung und Arbeitsmarkt bemerkbar. Schul- und Studienabgänger sind theoretisch oft überqualifiziert, es fehlt jedoch das praktische Know-how.

Um dem entgegen zu wirken, haben zahlreiche deutsche Unternehmen eigene Ausbildungsprogramme ins Leben gerufen. Gerade hier herrscht der Bedarf an speziellen Informationen, Dienstleistungen und Produkten im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Dies betrifft vor allem Unternehmen aus dem Einzelhandel, dem Tourismus, der Metall-, Nahrungsmittel- und Textilindustrie.

Die kroatischen Bildungsinstitutionen sind sich der Notwendigkeit einer Bildungsreform und der Einführung und Implementierung moderner Dienstleistungen und Produkte im Aus- und Weiterbildungsbereich bewusst. Die kroatische Regierung hat Ende Februar 2018 Änderungen des Berufsbildungsgesetzes verabschiedet, mit denen unter anderem die Einführung einer kroatischen Version des dualen Modells sowie die Gründung von Kompetenzzentren ermöglicht werden sollen. Vor allem handwerkliche Berufe sollen auf diese Weise gefördert werden.

In der EU-Förderperiode bis 2020 stehen insgesamt 466,8 Millionen Euro für die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit und der Arbeitskräftemobilität und weitere 720,9 Millionen Euro für Investitionen in Erziehung, Bildung und lebenslanges Lernen für Kroatien zur Verfügung. Dadurch ergeben sich auch für deutsche Anbieter entsprechender Produkte und Dienstleistungen gute Absatzmöglichkeiten.

Kontext der Geschäftsanbahnung

Die Geschäftsanbahnung fand im Rahmen des Markterschließungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) statt.
Die DKIHK Service GmbH, die Vertriebsgesellschaft der Deutsch-Kroatischen Industrie- und Handelskammer (DKIHK), organisierte die Unternehmerreise in Zusammenarbeit mit der em&s GmbH.
iMOVE begleitete die Reise nach Zagreb als Fachpartner.

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