(BMWi) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert die AHK Services Eastern Africa Ltd., die Dienstleistungsgesellschaft der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kenia (AHK) vom 04. bis 08. November 2019 eine Geschäftsanbahnungsreise nach Uganda und Ruanda. Die Reise ist Bestandteil der Exportinitiative "Zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen" und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des BMWi durchgeführt.

Nach realen Investitionssteigerungen im Jahr 2017 von schätzungsweise 6,5% wurden für Uganda für 2018 und 2019 Steigerungen von 5,8% bzw. 5,5% prognostiziert. Das Land weist seit Jahren recht stabile Wachstumsraten von durchschnittlich ca. 3 bis 6% p.a. auf. Ruanda hat in den letzten Jahren einen wahren Entwicklungsschub erlebt; zwischen 2001 und 2015 betrug laut Weltbank das durchschnittliche Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts 8,0%. Eine liberale Wirtschaftsordnung sowie die Integration in die Ostafrikanische Gemeinschaft (East African Community - EAC) ziehen darüber hinaus verstärkt multinationale Unternehmen in beide Länder.

Geschäftschancen wie z.B. die Etablierung von Geschäftspartnerschaften für die Distribution deutscher Produkte sowie auch die Möglichkeit des direkten Wettbewerbseinstiegs ergeben sich für deutsche Unternehmen in beiden Ländern gerade auch im Bereich der zivilen Sicherheitstechnologien und - dienstleistungen, einem zunehmend wichtigen und besonders dynamisch wachsenden Markt in der Region. Im Vorjahr wurde im Rahmen dieser Exportinitiative bereits eine Markterkundungsreise für deutsche Unternehmen in die beiden Zielländer unternommen. In 2017 fand eine Geschäftsanbahnungsreise des Sicherheitssektors in die benachbarten Länder Kenia und Tansania statt. Das große Interesse deutscher Unternehmen an diesen Reisen macht die erheblichen Potenziale in diesem Marktsegment für die Region deutlich. Obwohl der Sicherheitssektor in Uganda und Ruanda reguliert ist, bleibt er dennoch relativ offen für Investoren aus dem In- und Ausland. Der Markt der zivilen Sicherheitsindustrie ist vergleichsweise groß, allein die öffentlichen Ausgaben belaufen sich auf rund 7 bis 10 % des Staatshaushaltes.

Während in den letzten Jahren vor allem kenianische Firmen in Uganda und Ruanda tätig waren, ist ein Trend zu mehr ugandischen und ruandischen Unternehmen, die an Marktanteilen vor Ort gewinnen, auszumachen. Für die deutschen Unternehmen bestehen Geschäftspotenziale in den Bereichen Sicherungs- und Überwachungssysteme an Flughäfen, Verkehrs- und Personenkontrolle sowie digitale Sicherungen von Identifizierungsverfahren, Sicherheitssoftware sowie Schutz von Serveranlagen. Im öffentlichen Bereich wächst der Bedarf an elektronischen Zugangskontrollen, Spezialausrüstungen, Meldesystemen, Mess- und Kontrollgeräten für die Energie- und Informationsübertragung.

Das fünftägige Programm der Geschäftsanbahnungsreise umfasst Präsentationsveranstaltungen, Briefings, der Anbahnung von individuellen Geschäftskontakten, individuelle Unternehmens- und Behördenbesuche sowie Netzwerkveranstaltungen. So erhalten die Teilnehmer mitunter während der Briefings durch deutsche Institutionen vor Ort (Botschaft, KfW, AHK, etc.) branchen- bzw. themenspezifische Informationen zu den Märkten hinsichtlich politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen, Wirtschaftsinformationen sowie künftiger Marktentwicklungen, kulturspezifischer Besonderheiten etc. aus erster Hand. Im Mittelpunkt stehen für die Teilnehmer im Vorfeld abgestimmte, individuelle Gesprächstermine mit potenziellen Kunden und Partnern vor Ort. Zur Vorbereitung der Reise werden den Teilnehmern eine detaillierte Zielmarktanalyse und individuelle Kompaktinformationen zum Zielmarkt bereitgestellt.

Die Zielgruppe umfasst KMU, Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister mit Geschäftsbetrieb in Deutschland (Unternehmen) aus den Bereichen zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen.

Für die Teilnahme an der durch das BMWi geförderten Geschäftsanbahnungsreise, die den De-minimis Regelungen unterliegt, fällt ein Eigenanteil an. Dieser wird sowohl in Abhängigkeit des Jahresumsatzes als auch an der Anzahl der Mitarbeiter gemessen:

  • 500 Euro (netto) für Teilnehmer mit weniger als 2 Mio. Euro Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitern
  • 750 Euro (netto) für Teilnehmer mit weniger als 50 Mio. Euro Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitern
  • 1.000 Euro (netto) für Teilnehmer ab 50 Mio. Euro Jahresumsatz oder ab 500 Mitarbeitern

Darüber hinaus trägt jedes teilnehmende Unternehmen die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten selbst.

Eine ausführliche Programmbeschreibung für die Reise ist unter www.kenia.ahk.de verfügbar. Anmeldefrist ist der 02. August 2019.

Für weitere Fragen zum Programm sowie Anmeldung und Informationen zum Ablauf der Reise kontaktieren Sie bitte Herrn Chris Wegner, AHK Services Eastern Africa Ltd / Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kenia.

Weitere Informationen:
Flyer (pdf)
Infoletter (pdf)

Auf dem Außenwirtschaftsportal iXPOS finden Sie zudem weitere Informationen zu Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.