(BMWi) - Im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU findet vom 11. - 15. November 2019 eine Geschäftsanbahnungsreise der Exportinitiative Umwelttechnologien des BMWi für deutsche Unternehmen zum Thema „Umwelttechnologien mit Fokus auf Luftreinhaltungs- und Luftreinigungssysteme“ nach Indien statt. Diese Reise wird von der Deutsch-Indischen Handelskammer (AHK Indien) in enger Zusammenarbeit mit der energiewaechter GmbH organisiert und durchgeführt.

Indien ist die drittgrößte Volkswirtschaft in Asien mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 6,5% im Finanzjahr 2017/2018 (April-März). Damit gehört Indien zu einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaften unter den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G20). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten im Jahr 2017 ca. 1,3 Milliarden Menschen in Indien. Davon wohnten im Jahr 2016 im Landesdurchschnitt 445 Menschen auf einem Quadratkilometer, einige Bundesstaaten sind mit über 1.000 Einwohner pro Quadratkilometer sogar noch dichter besiedelt.

Indien hat zwar gemessen am Pro-Kopf-Energieverbrauch mit 1,8 Tonnen pro Kopf im Jahr 2016 (Deutschland 9,8 Tonnen) einen eher geringen Wert, aber aufgrund des Entwicklungsstandes und der Bevölkerungsgröße kämpft Indien mit akuten Umweltproblemen. Gemessen in absoluten Zahlen ist Indien mit einem CO2-Ausstoß von 2,4 Gigatonnen in 2016 der drittgrößte Emittent weltweit und produziert 6,3% der jährlichen weltweiten CO2-Abgase. Im Rahmen des Pariser Klimaabkommens der Vereinten Nationen von 2015 hat Indien zugestimmt, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 33-35% zu reduzieren und sich damit hohe Ziele gesetzt. Zu den Hauptverursachern für Luftverschmutzung zählen in städtischen Gebieten die industrielle Luftverschmutzung, fossile Kraftwerke und der Verkehr. In den ländlichen Regionen kommen noch das großflächige Verbrennen von Biomasse auf den Feldern und der Einsatz von Holz/Holzkohle in privaten Haushalten hinzu.

Die Regierung versucht dem entgegenzusteuern und die Luftverschmutzung durch eine Reihe von Maßnahmen einzudämmen: Schärfere Normen für Abgase und Kraftstoffe zählen genauso hierzu wie die Pflicht zur Installation von Geräten zur Messung der Luftqualität in Industriebetrieben oder zur Abgabe einer jährlichen Umwelterklärung für besonders umweltschädliche Industrien. Kohlekraftwerken sind zudem Elektrofilter gegen Feinstaub-Emissionen verpflichtend vorgeschrieben. Bis 2030 sollen Elektrofahrzeuge einen Anteil von 30% am indischen Automobilmarkt einnehmen. Entsprechend wurden zahlreiche Ausschreibungen für Ladestationen, elektrische Rikschas und batteriebetriebe Busse für die Metropolregionen veröffentlicht, von denen auch die Zuliefererbranchen profitieren.

Akuter Bedarf und der politische Wille zur Veränderung eröffnen vielfältige Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen der Umwelttechnologiebranche. Falls auch Sie an einem Markteintritt in Indien interessiert sind und Geschäftskontakte knüpfen möchten, sind Sie herzlich zur Teilnahme an der Geschäftsanbahnungsreise vom 11. bis 15. November 2019 nach Indien eingeladen. Als Teilnehmer profitieren Sie vom attraktiven Rahmenprogramm, das Sie mit Key-Playern und Entscheidungsträgern des indischen Umweltsektors, insbesondere im Bereich Luftreinhaltung- und Luftreinigung, bekannt macht.

Zur Vorbereitung der Geschäftsanbahnungsreise erhalten alle Teilnehmer auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Kompaktinformationen zur Geschäftstätigkeit in Indien sowie eine detaillierte Zielmarktanalyse. Zusätzlich erfolgt vor Ort ein Briefing der Teilnehmer. Im Rahmen einer ganztägigen Präsentationsveranstaltung, am 11. November 2019 in Delhi, haben die teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit, sich einem interessierten Fachpublikum vorzustellen. An den Folgetagen finden individuell und vorab organisierte Geschäftsgespräche statt. Abgerundet wird die Geschäftsanbahnung durch ein attraktives Besuchsprogramm und Networkingtreffen.

Teilnehmen können bis zu zwölf deutsche Firmen mit einem Angebot (Herstellung, Dienstleistung) aus dem Bereich Umwelttechnologien. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben Vorrang vor Großunternehmen.

Die Geschäftsanbahnung ist Bestandteil des BMWi Markterschließungsprogramms für KMU. Für alle Teilnehmer werden die individuellen Leistungen in Anwendung der De-minimis-Verordnung der EU bescheinigt. Es ist ein Eigenbeitrag zu bezahlen, der sich nach der Unternehmensgröße richtet:

  • 500 € netto für Teilnehmer mit weniger als 2 Mio. Euro Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitern
  • 750 € netto für Teilnehmer mit weniger als 50 Mio. Euro Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitern
  • 1.000 € netto für Teilnehmer ab 50 Mio. Euro Jahresumsatz oder mehr als 500 Mitarbeitern

Die Teilnehmer tragen die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten.

Anmeldefrist ist der 09. August 2019.

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer

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